Druckversion

Tag 8 – 24.08.2019: Stralsund – Greifswald

26. August 2019

Hallo ihr Lieben,

und wieder ist er da – der letzte Tag der diesjährigen Regenbogenfahrt. Ein letztes Mal das Regenbogenfahrttrikot und die Radhose anziehen und auf damit zum Frühstück. Ein letztes Mal alles wieder in den großen Rucksack bzw. den Koffer stopfen und sich wundern, warum die gleiche Menge Inhalt am Anfang der Tour noch besser hineingepasst hat, als am Ende. Ein letztes Mal die bunte Gemeinschaft spüren und erleben. Ein letztes Mal in diesem Jahr mit der verrückten Truppe radeln.

Mit nur 46 geplanten Kilometern für uns eigentlich ein Klacks. Wäre da nicht das viele Kopfsteinpflaster, dass uns der hohe Norden beschert. Schön durchgeschüttelt und dadurch mit gelockerten Muskeln erreichten wir unsere erste Rast Reinberg. Dort wurden wir im Garten gut verköstigt und Flocke nahm mit seiner Drohne ein einzigartiges Bild von uns auf: Im Kreis auf dem Boden liegende strampelnde Regenbogenfahrer.

So kamen wir natürlich nicht ans Ziel, daher schwangen wir uns wieder auf die Räder und fuhren die letzten 24 km Kopfsteinpflaster nach Greifswald. Da wir viel zu schnell und zu früh waren, legten wir noch einen Extrastopp am Hafen ein, bevor es zur Greifswalder Klinik ging.

Die Kartlower Schalmeien bereiten uns einen wunderschönen musikalischen Empfang, der uns sogleich animierte, ausgelassen und voller Freude zu tanzen. Vielen lieben Dank dafür! Außerdem waren Mitarbeiter der Greifswalder Kinderklinik und Vertreter der Stadt anwesend, die uns herzlich begrüßten. Während es für ein paar von uns – es waren nur wenige Kinder da – auf Station ging, fuhren die anderen mit dem Rad ins Elternhaus und verbrachten ein paar schöne Stunden dort. Der Elternverein, der gerad einmal aus 20 Mitgliedern besteht, hatte sich für uns mächtig ins Zeug gelegt. Was uns auch sehr freute, war, dass sie das Bild von der letzten Ostseetour im Jahr 2011 aufgestellt hatten. Somit sind wir wohl in guter Erinnerung geblieben. Danke, Greifswald, für diesen tollen Nachmittag. Wir kommen gerne wieder .

Nun hatten wir nur noch wenige Kilometer vor uns, bis die 27. Regenbogenfahrt an der Jugendherberge endgültig am Ziel war. Die Tour 2019 ist geschafft. Wir sind alle glücklich, froh und munter in Greifswald angekommen, beglückwünschten uns gegenseitig mit festen herzlichen Umarmungen und stießen gemeinsam mit Sekt an.

Den Abend verbrachten wir in einem Restaurant bei Speis und Trank, guten Gesprächen und Abschiedsworten. Für einige sollte es die letzte Tour gewesen sein. Liebe Sabine, liebe Lisa, liebe Tina, lieber Flo, liebe Astrid, liebe Andrea, ihr verabschiedet euch aus dem aktiven Kreis der Regenbogenfahrer. Ihr seid alle langjährige, überaus engagierte MitfahrerInnen gewesen. Ein ganz dickes Dankeschön für alles, was ihr in den vergangenen Jahren für die Tour getan habt, für die Zeit und das Herzblut, das ihr reingesteckt habt. Wir werden euch sehr vermissen!

Auch wir verabschieden uns jetzt für diese Tour, danken euch, liebe LeserInnen fürs Dabeisein, fürs Mitlesen und Kommentieren.

Bleibt gesund, genießt das Leben und freut euch über jeden Tag, der euch geschenkt ist.

Bis zum nächsten Jahr!

Eure RegenbogenfahrerInnen

Tag 7 – 23.08.2019: Rostock – Stralsund

23. August 2019

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,

wir wollen euch berichten, was es gestern Abend und heute den ganzen Tag zu erleben gab.

Einer unserer begnadetsten Musiker innerhalb der Truppe, der leidenschaftliche Pianist Sören gab gestern Abend in der Lobby des Hotels einen Teil seines Repertoires preis und bekam dafür von einem fremden Gast einen Drink spendiert. Unglaublich!

Außerdem probieren sich seit gestern Mats, Malte, Kibby und Annika in der Rolle des Kapitäns. Coach Benni ist begeistert und sieht den Nachwuchs in jeder Hinsicht gesichert.

Die dienstälteste Generation der Truppe hatte heute Vormittag mehrfach mit Verlandungen zu tun. Details dazu können der Öffentlichkeit aus Datenschutzgründen nicht mitgeteilt werden.

Auffallend am heutigen Tag war der tierische Faktor von Mecklenburg-Vorpommern. Wir fuhren durch Häschendorf und kreuzten Hirschburg, um zu guter Letzt bei vermeintlichen Ziegen vorbeizukommen, die sich als exotische Schafe entpuppten. Noch interessanter war, dass verschiedene Teilnehmer der Regenbogenfahrt die gleiche Schafsprache sprechen und sich über den Zaun mit den Vierbeinern unterhalten konnten.

Die Beschaffenheit der Straße war heute sehr abwechslungsreich: Stinknormaler Asphalt, mittelalterliches bis ostdeutsches Kopfsteinpflaster, Wald- und Sandwege und Panzerstraßen. Gibt es anderswo eine größere Vielfalt? Uns fehlte heute eigentlich nur der Wasserweg.

Wir leben von den Motivationszurufen unserer Begleiter, von Seifenblasen bis Roland Kaiser und haben dennoch manchmal das Gefühl, uns in der Geschichte von „Hase und Igel“ zu befinden. Immer, wenn wir einmal an ihnen vorbeiwaren, tauchten sie nach gefühlt 10 km plötzlich wieder vor uns auf.

Wir hatten heute zwei Pausen: Die erste in Ribnitz-Damgarten, für die sich der Bürgermeister extra aus dem Urlaub zu uns gesellte. Dementsprechend lässig war seine Kleiderwahl. Wir fanden´s nett. Es gab Obst und leckeren Landfrauenkuchen.

5 km vor Velgast, unserem zweiten Bürgermeisterempfang, erwartete uns bereits die Feuerwehr mit einem alten Löschfahrzeug und begleitete uns fortan bis in den Ort hinein. Ab Ortseingang waren wir von Feuerwehrautos eingekesselt. Vorne Blaulicht, hinten Tatütata, ringsrum Polizei. So lässt sich´s radeln.

Nun wartete das Tagesziel Stralsund auf uns. Eine, schon bei der Einfahrt, schön anzusehende Stadt. Wir mussten unsere Fahrräder mit dem Lift in das erste Obergeschoss, sprich drei Etagen nach oben, bringen, was wir so auch noch nicht hatten. Wer an den Strand wollte, nahm Parkplatz Nummer 4, alle anderen links daneben. Gespeist wurde im Hotel und die Abendgestaltung war frei. Manch einer ging nochmal zum Strand, andere zum Bummeln in die Stadt oder direkt ins Bett. Wieder andere nutzten den Abend für die „stille Stunde“. Jeder fand das für sich Passende.

Während des Blogschreibens tauchen Überraschungsgäste auf… Katha und ihr Mann Alex sowie Andi checkten kurz nach 22 Uhr im Inter City Hotel ein.

Wir wünschen allen eine gute Nacht und erwarten euch morgen früh, um unserem letzten Geburtstagskind auf der diesjährigen Tour zu gratulieren. Liebes morgiges Geburtstagskind, du bist Gold wert und innerhalb der Tour nicht mehr wegzudenken!

Nun verabschieden wir uns endgültig und sagen auf baldiges Wiedersehen.

Eure Bloggerinnen

Tag 6 – 22.08.2019: Wismar – Rostock

22. August 2019

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,

heute starteten wir bereits um 8 Uhr am Hotel in Wismar. Das war für diese Tour der früheste Start. Während manche noch verschlafen aus dem Trikot guckten, hatte Markus, der gestern Abend zu uns gestoßen war, schon wieder einen lockeren Spruch auf den Lippen und steckte uns mit seiner guten Laune an.

Dank Sonne, Rückenwind und einem tollen Blick auf die Ostsee sind die ersten 35 km geradezu verflogen. Wir legten noch einen kurzen Extrastopp ein, um uns vom Tourfotograf Jo vor der Ostsee ablichten zu lassen, was in einer Polonaise endete.

Weiter ging´s bis zu einer Rast im schönen Ostseebad Rerik. Diese Gelegenheit nutzten einige Radler aus, um ins kühle Nass zu springen, andere legten eine unsanfte Bauchlandung ins Wasser hin oder genossen einfach den Blick auf die See.

Für diejenigen, die noch nicht genug von der Ostsee bekommen hatten, räumte uns unser liebes Orgateam einen spontanen weiteren Badestopp in Kühlungsborn ein. Bei dieser Urlaubsidylle tauschten dann fast alle das Trikot gegen Badeklamotten ein. Später flatterten einige bunte Bikinis auf den Fahrradlenkern zum Trocknen umher.

Auf dem Weg nach Bad Doberan wurden wir vom Kopfsteinpflaster ziemlich durchgeschüttelt. Dort angekommen war der Empfang aber umso herzlicher und wir konnten uns bei Würstchen und Kuchen für die letzte Teiletappe stärken.

Da aller guten Dinge drei sind, brauchten wir drei Anläufe, um den richtigen Eingang zur Klinik in Rostock zu finden. Man sollte nicht meinen, dass einige der Regenbogenfahrer die Klinik bereits 2011 besucht hatten. Die meisten von uns trafen im Garten auf die kleinen PatientInnen und ihre Familien. Dort verbrachten wir mit ihnen einen entspannten Nachmittag bei Schaukeln, Essen und mit den Klinikclowns. Ein paar besuchten die anderen Kinder auf Station. Professor Classen begegnete aufs neue einem unserer langjährigen Mitfahrer, den er bereits Anfang der 90er Jahre in Heidelberg behandelt hatte. Es freut uns sehr, dass wir auch Zeugen der herausragenden Arbeit des Klinikpersonals sein dürfen.

Nachdem wir unser Lied im Garten gesungen hatten, schwangen wir uns auf die Räder und legten die letzten paar Kilometer bis zum Hotel zurück. Auf diesem Weg stieß Andy zu uns, der uns als Gastfahrer bis Greifswald begleiten wird. Immer wieder bekommen wir auch Besuch von Freunden und Verwandten, denen wir Einblick in unsere Regenbogenwelt gewähren wollen.

Unser Abendprogramm war etwas ganz Besonderes: Eine Premiere. Der Elternverein lud uns zu einer Hafenrundfahrt von Rostock nach Warnemünde ein. So konnten wir den Abend bei schönstem Wetter, einem traumhaften Sonnenuntergang und guten Gesprächen gemütlich ausklingen lassen.

Wir wünschen euch nun eine gute Nacht.

Bis morgen

Eure Bloggerinnen

Tag 5 – 21.08.2019: Schwerin – Wismar

22. August 2019

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,

heute morgen konnten wir vor allem eines: AUSSCHLAFEN!

Um 09:00 Uhr begann unser heutiger Tag mit einer Premiere in der Geschichte der Regenbogenfahrt: in Schwerin erlebten wir eine Fahrradtaufe. So erhielt das Fahrrad unseres langjährigen Teilnehmers Florian den ehrenvollen Namen Fahrald. Diesen feierlichen Akt vollzog Thomas, unser Meistertheologe, der sich danach leider nach Hause verabschiedete.

Mit den Rädern machten wir uns bei bestem Sonnenschein auf den Weg zu Schwerins Hauptsehenswürdigkeit, dem Schloss aus dem 19. Jahrhundert. Vor dieser angemessenen Kulisse posierten alle Regenbogenfahrer für ein farbenfrohes Gruppenfoto. Gott sei Dank blies unser Tourfotograf Jo kräftig in seine Trillerpfeife, sodass alle ihr schönstes Lächeln erstrahlen ließen.

Damit machten wir uns auf, zu unserem Hauptziel, der Helios Kinderklinik Schwerin. Dort warteten schon gespannt Mitarbeiter der Klinik, zahlreiche Patienten mit ihren Eltern und der neu gegründete Elternverein. Sie alle bereiteten uns einen herzlichen Empfang. Wir unterhielten uns intensiv mit jungen und älteren Patientinnen und Patienten, wie auch mit ihren Eltern. Damit tauchten wir noch mehr in die herzliche Atmosphäre dieses Tages ein. Nach einer kleinen Stärkung mit Obst, Getränken und Schnittchen, brachten wir unseren Regenbogenfahrtssong zum Besten, der wieder für große Emotionen sorgte.

Die nächsten 18km des Tages führten uns über einen höheren Anstieg ins schöne Örtchen Flessenow. Dort wurden wir vom Kopfsteinpflaster durchgeschüttelt. Davon konnten wir uns aber am Ufer des wunderschönen Schweriner Sees erholen. Die Rast organisierten wir uns selbst und stärkten uns mit den zahlreichen Leckereien aus dem Verpflegungsbus. Nicht nur Hansi kühlte seine müden Waden im Wasser. Ein letztes Gruppenfoto mit dem See im Hintergrund nahmen wir natürlich auch noch auf.

Die Sonne kam wieder heraus und Mats übernahm zum ersten Mal die Spitze des Fahrerfeldes. Weiter ging es über die nächsten Hügel in die alte Hansestadt Wismar, wo wir bei bestem Wetter gegen 14:45Uhr ankamen. Nach etwa 50km hatten wir unser heutiges Tagesziel schon erreicht.

Auf dem Marktplatz drehten wir noch eine Ehrenrunde und verabschiedeten uns von Maya, die heute ebenfalls die Heimreise antrat.

Zum ersten Mal auf dieser Tour hatten wir einen freien Nachmittag. Ihn nutzten einige zu einem Badeausflug an den Strand, andere zu einem gemütlichen Cafébesuch. Manch einer legte erstmal nur die Füße hoch und hielt ein Nickerchen.

20 von uns hatten noch nicht genug erlebt und besuchten das Piratentheater in Grevesmühlen. Den Weg dorthin legten wir in unseren Begleitbussen und im „Patiententransport“ zurück. Uns erwartete eine abwechslungsreiche Show mit viel Action, Pyrotechnik, schauspielerischer Kunst, lautem Knall und vielem mehr. Wir möchten uns auf´s allerherzlichste bei den Veranstaltern, insbesondere bei Matthias Sievert bedanken, die uns diesen schönen Theaterabend ermöglicht haben und auch bei Sebastian, der den Kontakt vermittelt hat.

Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende und wir freuen uns schon sehr auf die morgige Etappe.

Gute Nacht sagen eure BloggerInnen

Tag 4 – 20.08.2019: Lübeck – Schwerin

21. August 2019

Hallo ihr Lieben,

Sonne und Mond standen zur gleichen Zeit am Himmel, als wir frühmorgens das Hotel verließen. Nach kurzer Anfahrt kamen wir in der Lübecker Klinik an und wurden auf das Herzlichste begrüßt. Professor Lauter war es wichtig zu erwähnen, dass es ihm und seinem Team vor allem darum geht, jedes einzelne Kind bestmöglichst zu versorgen und nicht nur auf Fallzahlen zu achten. Für diese Haltung bekam er herzlichen Applaus. Auch hier wurden wir auf der Station mit offenen Armen empfangen. Da es nur wenig Kinder waren, die besucht werden konnten, nutzten die anderen die Zeit, um draußen in der Sonne zu pausieren.

Wir waren erstaunt vom Profil der Strecke, hatten wir doch mit ebenen Voraussetzungen gerechnet. Da kam ein Berg namens Bäk und auf diesen mussten wir. Auf die Bäk! Die Anstrengung hat sich gelohnt. Der Stiefvater einer Regenbogenfahrerin hatte sich mächtig ins Zeug gelegt. Zu Beginn der Planung rechnete er mit 6-7 Radlern, die er in seinem Garten verköstigen wollte. Irgendwann erfuhr er von ca. 50 Teilnehmern und wurde leicht nervös. Gäbe es da nicht einen so engagierten Ort wie Bäk. Alle eilten zu Hilfe. Es wurden Kuchen gebacken, Brotaufstriche kreiert, Frikadellen geformt, Getränke gesponsert, Brötchen beim Biobäcker geordert, Obst geschnippelt und ganz zum Schluss eine Überraschung: Für ALLE Eis mit Heidelbeeren und Sahne und Waffel und bunten Löffeln. Ein Traum . Vielen Dank für diesen schönen Mittag. Die Kindergartenkinder hatten etwas Besonderes vorbereitet. Sie sangen uns das Lied vom Regenbogen. Wunderschön herzallerliebst . Nicht zu vergessen der Familienpapa, der für uns eine gefüllte Spendenbox abgab. Einige von uns nutzen die lange Pause, um unter Polizeibegleitung zum Badesee zu fahren und dort ins kühle Nass zu springen.

Frisch gestärkt ging´s auf die nächsten 26 km bis nach Gadebusch ins Heimatmuseum. Wir hatten heute mehrmals lädierte Regenbogenfahrer. Entweder Materialschaden (Fahrrad) oder Totalschaden (Regenbogenfahrerknie). Jeder wie er´s braucht. Das ermöglichte uns aber, dass wir immer mal wieder unter einem Seifenblasensprudel hindurchfuhren und äußerst motiviert weiterfahren konnten. Heute wechselten wir das Bundesland. Wir sind nun zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern, wo wir bis zum Ende der Tour bleiben werden.

Pia begleitete uns heute von Lübeck bis auf die Bäk und Zoé die ganze Tagesetappe. Schön, dass ihr dabei gewesen seid. Besonders Pia wünschen wir für die unmittelbare Zukunft alles Gute! Wir denken an dich!

Heute ist Halbzeit für alle und Ende der Tour für Thomas. Es wird Zeit, sich bei dir, lieber Thomas, für all deine Worte und Wortspiele zu bedanken. Du bist für uns eine große Bereicherung. Liebe Grüße von allen und von HP. Komm gut nach Hause und grüß´ eine der größten Schwarzwaldregenbogenfahrtfans.

Den Abend verbrachten wir mit Mitgliedern des Elternvereins in einem Schweriner Hotel und ließen ihn gemütlich ausklingen. Die einen in der Sauna, die anderen auf dem Sofa und wieder andere bei einem Spaziergang.

Damit verabschieden wir uns für heute und freuen uns auf morgen .

Gute Nacht

Eure Bloggerinnen

Tag 3 – 19.08.2019: Hamburg – Lübeck

19. August 2019

Guten Abend, liebe treue Leserinnen und Leser,

der Himmel zeigte sich heute von seiner besten Seite, als wir frühmorgens in Hamburg vor dem Hotel standen. Sonne, Wind, blauer Himmel und keine Möwen.

Wir wurden heute den ganzen Tag von Guido und seinem Sohn begleitet. Zwei altbekannte Gesichter aus früheren Tourzeiten. Schön, dass ihr wieder mit dabei wart.

Die 400 m zum Klinikum waren fix geradelt. Die Klinik wurde seit unserem letzten Besuch neu gebaut und wir versuchten, die Orientierung zu behalten, bis wir auf der Station 1B ankamen. Die Station ist so groß, dass nahezu alle Regenbogenfahrer gebraucht wurden. Wir hatten schöne und intensive Begegnungen mit den Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Als Abschluss wurde auch hier unser Lied gesungen und ein Foto auf dem Klinikbalkon gemacht.

Weiter ging´s zur ersten Feuerwehr des heutigen Tages – nach Stapelfeld. Wir bekamen einen herzlichen Mittagsschmaus: Würstl und Brot mit Senf und Ketchup – mmmmmh und jede Menge Getränke. Der Brand wurde in jedem Fall gelöscht.

Die Strecke war heute anspruchsvoller als gestern, da unser Tempo permanent von Mülltonnen, Schranken und Gestrüpp gedrosselt und wenn nicht gar gebremst wurde. Im Stau würde man Stopp and Go sagen.

Die nächste Feuerwehr ließ nicht lange auf sich warten, hatte sich aber während der Tourvorbereitung in der Adresse geändert und war von uns somit erstmal nicht auffindbar. Nanu? Uns erwartet keiner? Da hilft doch nur ein Anruf bei der …. Feuerwehr. In Windeseile waren nicht sie, sondern wir vor Ort. Dort gab es lecker Landkuchen, der schneller weg war als man ein Feuer löschen könnte. Auch hier war die Bewirtung überaus liebevoll. Wie immer an dieser Stelle, bedankten wir uns mit einem Bild und dem Wunsch für die Feuerwehr(leute), möglichst immer einen vollen Schlauch zu haben. Eine Regenbogenfahrerin konnte sogar ein altes Feuerwehr-T-Shirt abstauben. Unsere beiden Tourengel – Matze und Flocke – hatten ein wachsames Auge auf Maria´s Radl und stellten massiven Luftverlust im Hinterreifen fest. Da war guter Rat teuer. Mit flinken Fingern und in Windeseile schafften sie es in 0,nix das Radl wieder startklar zu bekommen. Dankeschön .

Der Radweg am Kanal war ein altbekanntes Tourfahrradfeeling. An einem Radfahrer haftete die Natur besonders stark – Klettenalarm. Und schon waren die Stadttore von Lübeck mehr oder weniger zu sehen. An der letzten Kurve überraschte uns Frau Menorca vom Lübecker Elternverein mit begeistertem Gesichtsausdruck und lud uns ins Dräger-Werk zum Abendessen ein. Also huschten wir im Hotel schnell unter die Dusche. Dank Resi waren mal wieder alle Zimmer super verteilt und belegt. Ein großes Lob an Resi´s überdurchschnittlich starken Geduldsfaden!

Nun hieß es Abschied nehmen von einem grandiosen Polizeiteam, die uns gut und sicher durch Schleswig-Holstein begleiteten. Kommen wir wieder in euer Bundesland, melden wir uns in jedem Fall. Danke für eure große Unterstützung gestern und heute!

Wir freuten uns sehr, dass so viele aus dem Lübecker Elternverein den Abend mit uns verbracht haben. Selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, bei uns vorbeizuschauen und ein paar Worte zu sprechen.

Somit geht ein weiterer wunderschöner Tourtag zu Ende.

Wir wünschen euch und uns eine gute, geruhsame Nacht.

Bis morgen!

Eure Bloggis

Tag 2 – 18.08.2019: Kiel – Hamburg

18. August 2019

Moin ihr Lieben,

dieser Blogeintrag ist einer lieben Mitfahrerin gewidmet, die dieses Jahr leider nicht dabei sein kann und jetzt zu Hause auf der Bettkante sitzt und wartet.

Heute Morgen stiegen wir um 8:20 Uhr auf unsere Räder und begrüßten die Kieler Polizei. Manch einer hatte Killer-Polizei im Ohr. Später stellte sich heraus, dass dies äußerst charmante und sympathische Wegbegleiter in nachtblauer Uniform sind.

Gefrühstückt wurde im Camp 24/7, wo im Anschluss die 27. Regenbogenfahrt offiziell gestartet wurde. Da die Wetterprognose und der Himmel eher feucht aussahen, packten wir uns alle in Regenkleidung ein. Und sie sollten recht behalten. Regen, Sprühregen, Nieselregen, Dauerregen und am Ende schönster Sonnenschein begleiteten uns den ganzen Tag über.

In Neumünster stieß erneut Astrid zu uns, nachdem sie ihre Kinder sicher nach Hause gebracht hatte. Auch Lisa ist seit gestern Abend am Start und nun sind auch Matze und Thomsen mit dabei. Letztere überbrachten uns liebe Grüße von Alex und Andi. Seid an dieser Stelle auch von uns allen herzlichst gegrüßt.

In Bad Bramstedt warteten leckerer Kuchen und interessante Toiletteninformationen auf uns. So mussten wir Acht geben, dass uns keine Limbotänzer überraschen konnten.

Die dritte Rast auf der Königsetappe war Quickborn mit einer abwechslungsreichen Anfahrt. Über Berg und Tal führte uns die letzte Asphaltstrecke direkt vors Haus. Der Bürgermeister war überaus lieb und herzlich. Klaus und Thomas verstanden sich auf Anhieb.

Und noch bevor es dämmern konnte, erreichten wir nach 100km Hamburg. Mit dem Überfahren der Stadtgrenze verabschiedete sich die Kieler Polizei, um an die Hamburger Nachtblauen zu übergeben.

Gegen halb 7 erreichten wir das Hotel und stellten fest, dass die 100km für manche über der Belastungsgrenze lagen. Es war optisch eine Herausforderung, eine blaue von einer grauen Fahrradtasche spontan zu unterscheiden. So traten erst Angstschweißperlen auf die Stirn einer weiteren Beteiligten und forderten den Begleitfahrer heraus, Schlimmeres zu verhindern. In diesem Moment kamen der ersten Teilnehmerin grobe Zweifel, ob sie das richtige Handgepäck hat und sie stellte ihren Fehler fest. Ende gut, alles gut. Jede hatte ihre Tasche und konnte sich auf den entspannten Abend vorbereiten.

Dieser war vom Elternverein Hamburg im Hotel mit einem spendierten Abendessen bestens vorbereitet. Dankeschön!

Technisch gesehen war der Tag mit drei Plattfüßen und einem Sturz herausfordernd für alle Beteiligten. Kulinarisch betrachtet war schon die reine Bestellung eines Getränks für manch einen eine Herausforderung. Wir sagen nur: warmer Apfelsaft oder kalter Kaffee.

Nach dem heutigen Abstecher in die Hansestadt Hamburg, geht´s für uns morgen wieder zurück gen Norden.

So, du Liebe, zu Hause auf der Bettkante, wir vermissen dich und nehmen dich jeden Tag mit auf´s Rad.

Gute Nacht sagen

Eure Bloggerinnen

Tag 1 – 17.08.2019: Prolog Sylt

17. August 2019

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,

nach 365 Tagen melden wir uns zurück. Wir sind gestern in der Jugendherberge in Kiel angekommen. Die sportlichste Anreise hatte eine Regenbogenfahrerin mit 1000 km – wohlgemerkt mit dem Zug.

Zum ersten Mal begrüßten uns Franz und Georg, die neuen Tourchefs, in enger Zusammenarbeit mit Benni, Björn und Malte. Sie versorgten uns mit altbekannten und neuformulierten Infos, Anekdoten und Spielregeln. Beeindruckend war wie immer das zuletzt gegebene Fahrradstuhlspektakel, dieses Jahr mit unserem Hauptdarsteller Malte.

Wir waren in stattlicher Runde von über 50 TeilnehmerInnen versammelt. Den Abend ließen wir bei Pasta und Bundesligaspiel ausklingen. An dieser Stelle ein herzlicher Gruß an Alex: Wir haben an Hertha geglaubt!

Heute starteten wir mit dem zweiten Prolog in der Geschichte der Regenbogenfahrt. Mit dem Zug ging´s auf Sylt – „zurück nach Westerland“. Dort empfingen uns ein paar wohlbekannte Gesichter: Es stießen Astrid mit Familie, Andrea und Daniela mit bunter Deko und Seifenblasen sowie die Eltern von Julia als Vertreter des Elternvereins Erlangen zu uns.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir heute zwei Geburtstagskinder haben: Herzlichen Glückwunsch an Christian und Andrea!

Mit 55 Leihrädern ging´s zur Syltklinik nach Wenningstedt. Dort war Fototermin in der Düne mit Blick aufs Meer – aber nur für den Fotografen. Unser erstes Gruppenfoto auf einer Insel und unser allererster Besuch in der Syltklinik. Etwas wahrlich Besonderes. 🙂

Mit großem Applaus wurden wir von den Familien und MitarbeiterInnen herzlich empfangen und fühlten uns für einen Moment wie Popstars. Nach dem gemeinsamen Mittagessen mit den Familien, die zur Zeit eine Reha machen, ging´s hinaus auf Syltexpedition. Der Schatz war ein Glücksstein, den die Kinder für uns gesammelt und bemalt hatten. Eine wunderschöne Idee, die uns sehr freut. Vielen Dank!

Ein weiteres Highlight war das Lied „Ein Hoch auf uns“, das einige Kinder für uns und mit uns sangen. Anschließend bedankten wir uns mit unserem Regenbogenfahrtsong. Und zur Belohnung aller gab es hinterher leckeren Kuchen und Eis.

Die großzügige Pause nutzten ein paar Wagemutige für einen Sprung in die Nordsee, während andere sich mit den Eltern unterhielten oder an einer Hausführung teilnahmen.

Gegen 16 Uhr verabschiedeten wir uns und traten die Rückfahrt nach Kiel an.

Ab und zu wagte die Sonne einen Lichtblick, verbunden mit Regen gab das am frühen Abend einen Regenbogen.

Vielen lieben Dank an die Syltklinik für diesen schönen Tag.

Jetzt genießen wir einen entspannten Abend in Kiel und freuen uns auf morgen – 100km bei Wind und Wetter bis Hamburg.

Bis morgen sagen eure

RBF-Bloggerinnen

Tag 8 – 25.08.2018 : Jena – Erfurt

27. August 2018

Hallo ihr Lieben!

Eines Tages ist es immer so weit. Der letzte Tag der Regenbogenfahrt bricht an. Ein Tourtag wie jeder andere und doch ganz besonders. Eine leichte Melancholie liegt in der Luft, wissen wir doch alle, dass es nicht mehr lange dauert, bis sich unsere Wege wieder trennen werden.

Aber jetzt wollen wir euch erst mal vom letzten Radltag berichten:

Los ging´s schon vor 8 Uhr, nämlich um 7:45 Uhr vor unserem Hotel in Jena. Es war ein wenig kühl geworden, so dass sich manch einer wieder dick einpackte. Die ersten 29 km Richtung Erfurt bewältigten wir spielend, obwohl es zunächst 10 Kilometer sanft stetig bergauf ging. Lagen nun doch schon sieben Tage Training hinter uns.

In Weimar wurden wir von einer Vertreterin der Stadt freundlich empfangen und konnten ein wenig rasten, bevor es weiter ging.

Um die Gruppe auf den letzten Kilometern zu motivieren, stand Sören, der die letzten zwei Tage den Verpflegungsbus von Thomsen übernommen hatte, auf einmal mit seiner Musikbox an der Strecke und es ertönte „I follow rivers“. Dieses Lied begleitet uns seit der 20. Tour im Jahr 2012 stetig als immer wiederkehrender Ohrwurm.

Auf dem weiteren Weg nach Erfurt versuchte der Wind uns auszubremsen, was ihm aber nicht gelang. Manch einer dachte, wir wären an der Ostsee angelangt, doch nein, wir waren nach wie vor in Thüringen. So stark war der Wind. Aber wir wären nicht Regenbogenfahrer, wenn wir auch nicht gegen den Wind erfolgreich ankämpfen könnten. Wir erreichten die Klinik in Erfurt sogar vor der Zeit. Dort wurden wir lieb empfangen und zur Stärkung in die Mensa gebeten. Anschließend ging´s rüber zur Kinderklinik, wo wir ein letztes Mal in diesem Jahr – heute wieder in voller Besetzung – unser schönes Lied sangen.

Heute begleiteten uns einige Gastfahrer: Alex´ Frau und sein Vater waren mit von der Partie ebenso wie Leonie und ihr Papa. Ihre Schwester Antonia und deren Mama verfolgten uns mit einem roten Auto. Regenbogenfahrerin Eva war ebenfalls angereist, um das letzte Stück mit uns zu fahren. Danke, dass ihr dabei ward und mit uns gemeinsam die letzte Etappe geradelt seid!

Bevor wir endgültig ankamen, machten wir einen Abstecher zum schönen Erfurter Dom, wo wir ein Abschlussfoto vor der gewaltigen Kulisse des Domes aufnahmen.

Nach ein paar weiteren Kilometern hatten wir es geschafft, wir sind am Ziel, wir sind da, in Erfurt, am Ende der 26. Regenbogenfahrt! Nach 672 km voller Mut und Hoffnung, voller emotionaler und berührender Begegnungen auf den Stationen, am Wegesrand, in den Städten, nach so vielen Gesprächen, bei Sonne, in der größten Hitze, im Regen und mit viel Gegenwind. Wir haben es geschafft. Wir sind am Ziel angelangt. Wir sind in Erfurt!

Darauf konnten wir kurze Zeit später stilvoll anstoßen und uns gegenseitig zu dieser großartigen Leistung beglückwünschen.

Später trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen wieder, Alex blickte zusammen mit uns zurück und zeigte eindrucksvoll auf, wie viele aus dem Fahrerfeld mit Herzblut und Engagement auf vielfältige Art und Weise dazu beitragen, dass die Regenbogenfahrt gelingt. Euch allen ein riesen großes Dankeschön!!!

Zur Regenbogenfahrt sowie zum Leben gehören Abschiede dazu, Abschiede die schmerzen, die unvorhergesehen kommen, so wie jetzt. Alex und Andi werden ihr Amt niederlegen und die Hauptorganisation der Regenbogenfahrt in andere Hände übergeben. Danke euch für alles, was ihr für die Tour getan habt, für euer unglaubliches Engagement, für die Liebe und die Zeit, die ihr in dieses wunderbare Herzensprojekt gesteckt habt! Ihr habt die Tour zu dem gemacht, was sie heute ist! Wir freuen uns schon jetzt darauf, euch bei der ein oder anderen Etappe wieder zu sehen!

Der Abend dauerte noch lange – für den ein oder anderen. Wir schwangen das Tanzbein, genossen die Zeit zusammen und so manch einer zog noch weiter.

Was bleibt uns zu sagen, am Ende dieser Tour. Danke auch an euch, die ihr treu unseren Blog verfolgt habt. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr – auf die 27. Regenbogenfahrt.

Bleibt gesund und genießt das Leben – in all seiner Verrücktheit!

Von Herzen <3

Eure Bloggerinnen

Tag 7 – 24.08.2018 : Leipzig – Jena

24. August 2018

Liebe Regenbogenfahrtliebhaber,

ganz ehrlich, wer hat sich heute Regenklamotten gekauft? Und ausprobiert? Bei uns gab´s schon einige, die heute Morgen meinten, es wäre nötig, sich für den drohenden Weltuntergang zu rüsten.

In Markkleeberg starteten wir nach einem guten Frühstück, das uns für den Tag stärkte. Aber nicht ohne Thomsen ein Geburtstagsständchen zu singen.

Einer der Polizisten, der uns am vorigen Tag dienstlich begleitet hatte, hat sich gestern Nacht kurzerhand dazu entschlossen, uns an seinem freien Tag auf dem Motorrad zu begleiten. Er wusste über den Streckenplan Bescheid, was uns sehr beeindruckte. Vielen lieben Dank für deinen Einsatz!

Dominik machte sich heute mit Flocke auf den Weg nach Leipzig, um in einem Fahrradladen nach einer neuen Schaltung zu fragen. Trotzdem dass der Laden offiziell noch nicht geöffnet hatte, hat sich der Fahrradhändler der „Velowelt Leipzig“ engagiert um sein Anliegen gekümmert und ihm nur das Material, nicht aber seine Arbeitszeit in Rechnung gestellt. Ein riesen großes Dankeschön!

Auch Peter durfte heute ein ähnliches Erlebnis erfahren. Sein Motorrad ist trotz Reparatur und Batterieladen über Nacht nicht angesprungen. Daher wurde es von BMW München und Leipzig mit neuer Batterie wieder auf Trab gebracht. BMW wollten nur die Kosten für die Batterie gedeckt haben, den Service haben sie für uns gerne übernommen. Ein Tag voller Geschenke. Danke!

Nach einer zügigen Fahrt erreichten wir den Wald und verweilten dort ein Weilchen, um zu trinken und ein wenig zu rasten. Nun hatten wir noch eine Stunde bis Zeitz, unserem ersten Empfang heute.

Dort machten wir nach der Begrüßung ein schönes Foto mit dem Stadtwappen aus Stein. Wir haben uns schön drum herum drapiert. Nun begleiteten uns Mitfahrer vom örtlichen Sportverein, die sich am untersten Fuße des Sachsenberges wieder verabschiedeten. Und das aus gutem Grund. Es war ihnen nämlich zu steil. Uns konnte dieser Anstieg aber nichts anhaben. Schnaubend, stetig tretend und manch eine(r) fluchend erreichten wir alle die Spitze des Berges und konnten die schöne Aussicht genießen. Abrupt mussten wir nun die Polizei von Sachsen verabschieden, da wir die Landesgrenze nach Thüringen überschritten haben. Wollt ihr wissen, warum? Hinter der Grenze sind sie noch nie gewesen und kennen sich daher überhaupt nicht aus.

Nach weiteren Anstiegen, die uns mehr oder weniger herausforderten, erreichten wir Bad Klosterlausnitz, wo wir uns gesund ernähren konnten. Danach ging´s rasant ab durch den Thüringer Wald, auch Regen begleitete uns treu und hielt uns aber nicht von der weiteren zügigen Fahrt nach Jena ab. Wir staunten über die Vielfalt der Bodenbeläge in den neuen Bundesländern. Sie bereiteten uns eine mehr oder weniger willkommene Abwechslung.

Christian übte sich in einer neuen olympischen Disziplin. Er schaffte es innerhalb von wenigen Sekunden, einen lästigen Stein aus seinem Schuh zu befördern, indem er ihn an einem kurzen Ampelstopp geschwind an- und auszog.

In Jena – unserem Tagesziel – angekommen, durften ein paar von uns auf Station, konnten sich mit den dort gerade stationär aufgenommenen Kindern und Jugendlichen gut unterhalten und austauschen. Auch diese kleine Auswahl an Regenbogenfahrern konnte den Song stimmgewältig präsentieren und die Herzen aller Anwesenden berühren.

Währenddessen besichtigten die anderen bunten Menschen das EKKStein, das ganz neue Elternhaus in Jena. Morgen wird es übrigens eingeweiht. Wir durften alle Räume sehen und den Snozelenraum austesten.

Weiter ging´s ein paar zerquetschte Kilometer in die heutige Unterkunft. Dort dürfen wir nun mit Vertretern des Elternvereines einen entspannten, informativen und lustigen Abend verbringen.

Wir sagen „Gute Nacht“ aus Jena in Thüringen und freuen uns auf morgen – dem Finale dieser Tour…

Eure Bloggerinnen <3