Druckversion

Tag 8 – 27.08.2016 : Göttingen – Kassel

28. August 2016

 

Liebe treue Leser,

64,1km liegen hinter uns und wir haben das diesjährige Tourziel der 24. Regenbogenfahrt erreicht.

Los ging’s um 8 Uhr in Göttingen mit unglaublich vielen begeisterten Gastfahrern. Mit dabei u.a. der starke Fabian aus Göttingen und Frau Prof. Dr. Michaela Nathrath aus Kassel, welche sich alle spontan in der Nacht zuvor zur Teilnahme entschlossen hatten. Die ersten 15km der Etappe gingen bei gefühlten 45,36°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 90%, stetig Berg auf. Die ersten Ausläufer der Kassler Berge waren zu spüren (Mmmmhhhh… Kassler – unsre 2700 kcal waren schon wieder verbraucht).

Die erste und einzigste Rast des heutigen Tages fand in Hannoversch Münden statt. Bei traumhafter Kulisse wurden wir vom Bürgermeister Harald Wegener empfangen. Dieser hatte sich extra für seine fantastische Ansprache seine Amtskette um den Hals legen lassen. Gestärkt und erleichtert machten wir uns auf den Weg nach Kassel.

Am Klinikum erwarteten uns bereits sehnsüchtig die Mitglieder des Vereins für krebskranke Kinder Kassel e.V., welche uns unter ihrem schattigen Zelt mit erfrischenden Getränken und Kuchen beherbergten. Schnellzeichner Daniel Stieglitz fertigte in Windeseile witzige Portraits von uns an, noch bevor wir auf Station gehen konnten. Hut ab, denn viel Zeit war das nicht! Nachdem einige von uns die Kinder und Jugendlichen besuchten, mit ihnen Spiele gespielt und gute Gespräche geführten hatten, gaben wir unseren Regenbogenfahrtsong im Atrium zum Besten! Dabei öffnete sich ein Fenster nach dem anderen und die Zahl der Zuhörer wurde immer größer.

Nun standen die finalen 650km der diesjährigen 4km an. Ach, Entschuldigung, das war ein Zahlendreher. Das kann mal nach 646km passieren. Haha, ein Palindrom. Jedoch waren es heuer laut unserem Kilometerbeauftragten Michael insgesamt nur 647,53km. Bitte vielmals um Entschuldigung für diesen Fauxpas. Nach Komplettsperrung des Etappenteilstücks, welches die letzte und heftigste Steigung dieser Tour darstellte, hatten wir unser Endziel erreicht: die Jugendherberge in Kassel. Dort erwarteten uns traditionell Duschen aller Art – Bier, Sekt und Wasser.

Nach einem kurzen Frischmachen (mehr war ja auch nicht mehr nötig) wurden wir zum Elternhaus chauffiert. Bei lecker Speis und Trank – es wurde gegrillt – ließen wir es uns gut gehen und genossen den letzten Abend der 24. REGENBOGENFAHRT.

Abschließend bedankte sich das Orgateam „Alex und Andi“ bei allen ehrenamtlichen Helfern aus dem Kreise der Regenbogenfahrer. Leider reicht der Platz hier nicht aus, um alle namentlich zu nennen.

 

Außerdem verabschiedeten sich Markus und Sonja aus dem Fahrerfeld. Beide sind die Tour jahrelang mitgeradelt, haben verschiedene Aufgaben übernommen und die Regenbogenfahrt wesentlich geprägt. Vielen lieben Dank für all das. Wir werden euch schmerzlich vermissen und würden uns freuen, wenn wir euch auf den nächsten Touren als Tagesgäste begrüßen könnten. Auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Nun möchten wir uns auch bei Euch allen bedanken, die ihr uns aufmerksam tagtäglich gefolgt, gelesen, geliked, kommentiert, gesehen, bejubelt, begleitet und unterstützt habt. Wir freuen uns bereits jetzt aufs nächste Jahr. Bleibt uns treu und stets gesund.

 

Viele Liebe Grüße aus Kassel senden Euch Eure Regenbogenfahrer <3

 

Video Tag 8

Tag 7 – 26.08.2016 : Bad Gandersheim – Göttingen

26. August 2016

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,
wir melden uns nun schon vom vorletzten Tag. Kaum zu glauben. Habt ihr das Rätsel schon gelöst? Wenn nicht, wir verraten´s euch nicht.
Der Sommer meint es unglaublich gut mit uns und lässt uns jeden Kilometer unter wolkenlosem Himmel radeln. Los ging´s, nachdem auch Verena ihren Koffer sicher im Gepäckbus verstaut hatte, pünktlich um 8:31 und 36 Sekunden. Wir konnten wieder jede Menge Gäste im Fahrerfeld begrüßen, die mit uns gemeinsam den ersten Berg erklommen haben und über unser Tempo sehr staunten.
Nach reichhaltig Bionade, Limo, Wasser, Pick-Ups, Knoppers, Pflaumen, Äpfel und Bananen radelten wir nach einem kurzen Stopp weiter Richtung Northeim. Vor den Stadttoren stießen zwei Kaminkehrer der Glückstour (in manchen Teilen Deutschlands auch Schornsteinfeger genannt), die ein Gesamtalter von über 140 Jahren aufweisen konnten, zu uns und begleiteten uns bis zur Kinderklinik in Göttingen.
Dort hatten wir sehr viel Zeit und in Anbetracht des nahenden Wochenendes wenige Kinder zu besuchen, so dass sich der Großteil der Gruppe auf die Wiese legte. Gegen 15 Uhr begaben wir uns alle auf die Station und sangen gemeinsam unser Lied.
So bleibt jetzt auch Zeit, eine besondere Spezies in der Truppe zu erwähnen. Merkmale: männlich, säxysch, zuverlässig, freundlich, stets zu Diensten, tiefenentspannt, rank und schlank, gehen viele Wege doppelt, dreifach und noch mehr, haben einen hochinteressanten Dialekt, besondere musikalische Vorlieben, ausdrucksstarke Frisuren, technische Begabungen, immer ein offenes Ohr… Was wären wir ohne sie: unsere Begleitfahrer: Matze, Thomsen und Flocke <3 Wir lieben euch <3 und danken euch für eure Dienste!
Am Novahotel angekommen, nahmen Sonja und Markus ein extra für sie in Auftrag gegebenes personalisiertes Regenbogentrikot entgegen. Das war sicher nur eines der Abschiedsgeschenke in den nächsten Stunden.
Später versank der Schweiß des Tages in den Tiefen der Badewanne, bevor wir zum Elternhaus aufbrachen. Als wir in den Bus einstiegen, besetzten drei alte Hasen vier weitere Plätze: Andrea, Hermann und Jürgen sind ab jetzt mit an Bord.
Im Garten des Elternhauses angekommen, erwartete uns eine Grillparty der Extraklasse. Anbrennen konnte nichts, denn am Grill standen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr. Als alle satt waren, die Sonne untergegangen war und der Sternenhimmel sich über uns ausbreitete, kam Bernd. Er hat das Spiel mit den Flammen voll im Griff und beeindruckte alle Anwesenden mit seiner grandiosen Feuershow.
Wir möchten am Ende des Tages noch erwähnen, dass heute für einen kurzen Moment ALLE Regenbogenfahrer auf dem Rad saßen und das Feld somit komplett war.
Wir verabschieden uns hiermit aus dem bezaubernden Spielzimmer, das uns heute als Schreibort diente.
Gute Nacht und bis morgen!
Eure Regenbogenfahrer

 

Video Tag 7

Tag 6 – 25.08.2016 : Hannover – Bad Gandersheim

25. August 2016

Liebe Leute,
heute war es sehr heiß und ereignisreich. Wir zerliefen in der Sonne. Nur Verenas Koffer stand im Schatten. Sie hatte ihn nämlich in der Annahme, dass sich unser Begleitfahrerteam darum kümmern würde, in den Gepäckraum gestellt und musste am Ende des Tages feststellen, dass er immer noch dort war. Aber nun wieder der Reihe nach:
Nach dem Frühstück radelten wir stolze 2000 Meter zur Kinderklinik MH Hannover. Nahezu alle Teilnehmer begaben sich auf die Station, um mit Kindern und ihren Eltern kostbare Zeit zu verbringen. Der Rest der Truppe (die Kranken, Verschnupften und Gebrechlichen) trainierte mit Torge, dem Sporttherapeuten, für die bevorstehenden „Berge“, im Sportraum (leider ohne Erfolg – immer noch fuhren zu viele im Bus). Kurz vor 10 Uhr gaben wir unser Lied mangels funktionierender Technik unplugged zum Besten. Dies tat seiner Wirkung keinen Abbruch.
Mit drei Handballern, einem hübschen jungen Arzt, einer erfahrenen Ärztin, einem beinahe vegetarisch essenden Sporttherapeuten und einer seiner Schützlinge verließen wir unter Blitzlichtgewitter und Blaulicht die Klinik.
Unser Weg führte uns am Mittellandkanal entlang nach Hildesheim. Kurz davor kamen wir an Karos Wohnhaus vorbei und wurden innerhalb von 5 Minuten mit frischen Getränken versorgt. Im wunderschönen Wohnzimmer der Stadt begrüßte uns die stellvertretende Bürgermeisterin. Die ortsansässige Sparkasse übergab uns spontan einen Scheck über 500€. Recht herzlichen Dank dafür! Die absolute Überraschung gelang den hiesigen Gastronomen mit leckeren Mittagssnacks und den absoluten Höhepunkt bildete ein aus 100 Kugeln bestehender Eisberg, die in 0,nix verschwunden war. Wohin wissen wir leider nicht. Zu diesem Zeitpunkt verabschiedete sich Peter aus Essen, weil er sich ab morgen um Handwerker statt um uns kümmern darf.
Das Thermometer stieg ins Unermessliche… Wir fuhren natürlich trotzdem weiter, denn der Bus war schon voll. Die nächsten 16 km vergingen trotz Hitze wie im Fluge und wir erreichten Bad Salzdetfurth. Dort erwarteten uns bereits Bürgermeister Henning Hesse und 10 willige Radsportler vom Bike Sport Bad Salzdethfurt e.V., die uns bis zum Schluss begleiteten. Und das trotz dieser tropischen Temperaturen!
Die letzten 30 km dieses Tages verbrachten wir auf dem Weg der Kultur, an dessen Wegrändern dann und wann Skulpturen auftauchten. Zwischendrin ergoss sich vom Hochsitz ein erfrischender Schwall Wasser auf uns, Sonja und Dominik sei Dank. Nur so konnten wir den Backofen Deutschlands einigermaßen heil überstehen.
In Bad Gandersheim angekommen erwarteten uns nach einer Wasserdusche durch Andi die Bürgermeisterin und der Oberarzt der Kurklinik, die von unserer Aktion erfahren hatten und uns persönlich begrüßen wollten. Dabei lernten wir, dass man zur Krebsvorsorge wöchentlich 2.700 kcal verbrauchen sollte. Darauf entgegnete Alex, dass wir dies bereits nach einer Stunde erreicht hätten.
Den heutigen Abend ließen wir gemütlich bei nun angenehmen Temperaturen in einer Pizzeria im Ort ausklingen.
Hiermit verabschieden wir uns mit freundlichen Grüßen aus Bad Gandersheim.
Gute Nacht! Schlaft gut! Bis morgen!
Eure Regenbogenfahrer
PS: Folgendes haben wir vergessen:
1. Kettenriss von Lukas
2. Platten am Vorderrad von Sören (nachdem gestern das Hinterrad dran gewesen war)
3. Anreise von Familie Rosenstrauch
4. Ein Rätsel: Wer trägt innerhalb der Gruppe die mit Abstand schönsten und akkurat gebügelten Hemden und muss unbedingt sein Fahrradfahr-Sicherheitstraining auffrischen? (Auflösung folgt)
5. Gerade erfuhren wir, dass Torge Verenas Koffer ablieferte (22:40Uhr). Bis dahin trug sie Folgendes: den BH von Andi, Unterhose von Lisa, T-Shirt von Hansi, Hose von Isabel, Gürtel von Tina, Schuhe von Alex, Taschentuch von Michi, Handtasche von Thomsen und Haargummi von Ludwig – es könnte auch anders gewesen sein…

 

Video Tag 6

Tag 5 – 24.08.2016 : Bad Oeynhausen – Hannover

24. August 2016

Liebe Leser,
den heutigen Tag verbrachten wir bei gefühlten 54°C im Schatten und fast absoluter Windstille draußen auf dem Rad. Am Ende sollten 93,84 km auf dem Tacho erscheinen.
Aber jetzt der Reihe nach:
Wir starteten pünktlich um 8:16 Uhr mit einem Geburtstagsständchen für Thomsen, einen unserer lieben und überaus geschätzten Begleitfahrer. Nach 23 Kilometern erreichten wir die Stadt Bückeburg und wurden vom örtlichen Bürgermeister Rainer Brombach empfangen und zu einem kleinen Umtrunk mit Süßigkeiten eingeladen. Schon nach kürzester Zeit entledigte er sich seiner Jacke, da auch er feststellen musste, dass nun Sommer ist. Alex hingegen musste feststellen, dass er bald sein Autokennzeichen an Bückeburg abgeben muss, da selbige Stadt zu seinen alten Kennzeichen zurückkehrt (das muss jetzt nicht jeder verstehen).
Zum Mittagessen erreichten wir Bad Nenndorf. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir immerhin schon einen toten Hasen, fünf leblose Igel, einen unmusikalischen Vogel und eine junge Maus im Teenie-Alter am Straßenrand, in den Asphalt gebügelt, gesehen. Nun aber zurück zum Essen. Wir stärkten uns und füllten unsere Wasserflaschen zum 7. Mal auf. Wir erfuhren schon da, dass wir in Gehrden mit Kaffee und Kuchen verköstigt werden würden. Das war Anspruch genug, um bei dieser Hitze die nächsten 25km zu meistern.
Um nicht einzuschlafen, suchten Benni und Patrick, unsere Frontmänner, einen besonderen Weg aus: den Knisterweg. Die trockenen Samen irgendwelcher europäischen Bäume bedeckten sämtliche Radwege und ließen es unter unseren Schwalbe-Mänteln förmlich wie Croissants knistern.
Heute machte Christian durch einen lauten Knall auf sich aufmerksam. Nicht er selber, sondern sein Hinterreifen platzte. Na so was! Georg hatte heute zwei miese Augenblicke: Zum einen verlor auch sein Reifen dramatisch an Luft, so dass er gewechselt werden musste, zum anderen erschreckte er Yvonne durch sein spontanes Aufstehen während des Fotografierens so sehr, dass diese kurzerhand im 90° Winkel nach rechts abbog und im frisch betonierten Straßengraben landete. Letzteres passierte genau in dem Augenblick, als alle anderen großen Spaß daran hatten, eine 10er-Reihe auf einer neu geteerten Straße zu kreieren.
Alles in Allem hatten wir einen sehr spaßigen und abwechslungsreichen Tag und bedanken uns bei zusätzlich zwei Polizeimotorädern und zwei Polizeifahrrädern und ihrem dazugehörigen Personal für die freundliche Begleitung.
Wie jeden Tag endet die Tour in einer neuen Stadt: heute in…. Hannover!
Den Abend verbrachten wir mit dem kompletten Personal des kinderonkologischen Bereiches der Medizinischen Hochschule Hannover. Der spezielle Austragungsort war Meyers Festscheune im hiesigen Zoo, wo wir alle gemeinsam dinierten.
Alle, die nach 93,84 km noch nicht genug hatten, trafen sich zum Wettmelken im Stall.
Das war´s aus Hannover für den heutigen Tag!
Wir freuen uns auf den morgigen Klinikbesuch und wünschen euch eine angenehme Nachtruhe!
Eure Regenbogenfahrer

Video Tag 5

Tag 4 – 23.08.2016 : Wagenfeld – Bad Oeynhausen

23. August 2016

Tag 4 Sonne, wir kommen

Hallo, ihr Lieben,
Was nimmt man aus einem Golf-Hotel mit? Natürlich einen Golfball und gutes Wetter. Nach einer durchtanzten Nacht und einem guten Frühstück brachen wir gegen neun Uhr vom Hotel in Wagenfeld auf. Ein Golf-Caddy führte uns zu Beginn der Sonne entgegen. Mit sportlichen 25 Stundenkilometern rasten wir durch die Landschaft und erreichten 15 Minuten früher als geplant die Handball-Arena in Lübbecke. Hier erwarteten uns nicht nur Handballer, Bürgermeister und Vertreter der Stadt, sondern auch 10 Gastfahrer, die momentan im Reha-Zentrum Bad Oexen neue Kräfte sammeln – und da wollten wir ja auch hin. Gemeinsam erklommen wir den ersten Berg der diesjährigen Tour. Und der hatte es in sich, er zog sich in etlichen Kurven über brutale fünf Kilometer hin. Da war natürlich erstmal eine längere Verschnaufpause angesagt, in der unsere aus Essen angereiste Motorradstaffel (Peter Henning) gut auf uns aufpasste. Doch dann rollten wir entspannt Richtung Klinik und ließen den Berg hinter uns.
In der Klinik angekommen, erwartete uns ein herzlicher Empfang. Wir wurden mit Eintopf verköstigt und genossen den strahlenden Sonnenschein und die Wärme auf der Terrasse. Natürlich sind vier Tage Regenbogenfahrt nicht spurlos an uns vorüber gegangen. Oberarzt Dr. Kraut erklärte sich sofort bereit, die zahlreichen Blessuren zu versorgen. Das Angebot nahmen wir natürlich dankend an. So schwangen wir uns wieder auf unsere Räder und legten die letzten sechs Kilometer des Tages zum Hotel „Königshof“ wie im Flug zurück.
Nach 60 Kilometern an so einem schönen Tag stand natürlich ein bisschen Ausruhen auf dem Programm – aber nicht lange. Nach einer Erfrischungspause ging es mit dem Shuttle-Bus wieder zum Abendprogramm nach Bad Oexen zurück. Bei einem leckeren Grill-Buffet kamen wir mit den frisch angereisten Familien ins Gespräch. Selbstverständlich durfte auch unser Song nicht fehlen, den wir unter begeistertem Applaus, Open Air, zum Besten gaben. Zum Ausklang gab es noch Stockbrot am romantischen Lagerfeuer in geselliger Runde.
Hiermit verabschieden wir uns aus Bad Oexen und wünschen euch eine angenehme Nachtruhe
Eure Regenbogenfahrer

Video Tag 4

 

Tag 3 – 22.08.2016 : Oldenburg – Wagenfeld

22. August 2016

Liebe treue Leser,
nach exakt 85,358 Kilometern Fahrradfahren haben wir Wagenfeld in Niedersachsen erreicht. Sonnenstrahlen begleiteten uns heute nur atmosphärisch. Ausgestattet mit Regenjacken, Helmüberziehern und Regenstiefeln starteten wir um 9 Uhr zur Klinik Oldenburg. Nach 500 Metern hatten wir unser Ziel erreicht. Während alle Regenbogenfahrer zum Stationsbesuch aufbrachen, brachte (Schnee-) Flocke Marias, durch Maus manipuliertes, Rad zum Radladen Vosgerau, damit eine neue Kette die Weiterfahrt ermöglichte. Sämtliche Kosten wurden vom Geschäft übernommen. Vielen herzlichen Dank für diese Unterstützung!
Auf Station erwarteten uns wieder viele tapfere, herzliche und lebensfrohe Kinder, Jugendliche und Eltern. Wir führten viele gute Mut machende Gespräche. Außerdem freuten wir uns sehr darüber, dass beim abschließenden Regenbogenfahrtlied so viele Kinder auf dem Flur standen und begeistert zuhörten.
Beim Aufbruch Richtung Wildeshausen benötigten wir all unsere Regenschutzutensilien, da es charmant, aber unaufhörlich nieselte… Nichtsdestotrotz behielten wir unsere gute Laune und selbst durch nasses Pflaster verursachte Stürze, platte Reifen und dezente Auffahrunfälle hinderten uns nicht daran, diese Fahrt zu genießen.
Die beiden Bürgermeister in Wildeshausen und Barnstorf freuten sich über unseren Besuch und verköstigten uns vorzüglich mit belegten Broten zu Mittag und Kaffee und Kuchen zum Nachmittag.
In Barnstorf trafen wir zusätzlich auf Mitarbeiter der Psychosozialen Krebsberatungsstelle IGEL e.V., die uns ein Stück auf unserem weiteren Weg begleiteten. Selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen trotz Regen aufs Rad zu steigen. Respekt!
Pünktlich zur Weiterfahrt meldete sich der Regen, der sich zwischenzeitlich verzogen hatte, zurück und begleitete uns bis zu unserem heutigen Etappenziel in Wagenfeld.
Heute fiel auf, welch beglückende Straßennamen in Niedersachsen verteilt werden. Hier eine kleine Kostprobe: Kamillenweg, Königsallee, Sonnentauweg und nicht zu vergessen der geologische Megalithen-Rundweg. Diesen mussten wir jedoch ignorieren und fuhren rechts ab.
Unser feuchtfröhlicher dritter Tourtag fand seinen Abschluss im bezaubernden und höchst einladenden Golfhotel. Dies wurde uns durch die entgegenkommende Gastfreundschaft und das Engagement von Christian, dem Hotelleiter, ermöglicht. Den Kontakt knüpfte Andi auf der Vortour. Vielen lieben Dank an dieser Stelle für die Übernachtungsmöglichkeit, das vorzügliche Grillbuffet und die Möglichkeit, bei Flutlicht und klarem Nachthimmel den Golfschläger ziemlich sicher an den Ball heranzuführen. Wir wollten versuchen, alle vorhandenen (das sind in der Tat 10.000!!!) Golfbälle zu verschießen – wenn uns im Laufe der Nacht gelingt, so würde uns Christian eine Runde ausgeben. Das Ergebnis ist noch offen.
Geschafft und glücklich, nass und zufrieden mit unserem Tageswerk verabschieden wir uns für heute und schlafen aus bis morgen früh um 8, denn dann wird Kaffee gemacht.
Macht es gut bis dahin!
Viele liebe Grüße aus Wagenfeld senden euch
Eure Regenbogenfahrer

Video Tag 3

Tag 2 – 21.08.2016 : Zeven – Oldenburg

22. August 2016

Liebe Blogleser,
auf zur Königsetappe Zeven Oldenburg. Bei strahlendem Sonnenschein, aber kühlen Temperaturen starteten wir nach einer guten Nacht und einem reichhaltigen Frühstück am Hotel Paulsen in Zeven. Herr Paulsen, der uns durch sein großzügiges Entgegenkommen die Nacht in seinem Hotel ermöglicht hatte, ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich zu verabschieden.
Mit zunächst leichtem Gegenwind und 20 Stundenkilometern rollten wir nach Grasberg, wo uns die örtliche Bürgermeisterin Marion Schorfman willkommen hieß. Trotz gestrigem Schützenfest, das bis tief in die Nacht ging, begrüßte sie uns herzlich mit warmen Worten und einem Snack zu früher Stunde. Auf dem Weg nach Grasberg kreuzte ein Huhn unseren Weg, das unerschrocken der gewaltigen Menge an bunten Radfahrern trotzte.
Gut gestärkt ging es weiter Richtung Bremen, wo wir in Borgfeld auf die Polizei sowie einige Begleitfahrer aus der Klinik stießen. Nun war es nicht mehr weit bis zur Kinderklinik, wo uns ein gigantisches Buffet erwartete. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an den Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder Bremen e.V. und die Firma Arcelor Mittal, die dafür 1000€ gespendet hatte.
Während die einen in der Tagesklinik das Buffet genossen, absolvierten die anderen mit den Kindern, die sämtliche Rutschautos und Dreiräder dafür benutzen, sportliche Runden um den Marktplatz (Spielzimmer auf der Station).
Bevor wir weiter zogen, gaben wir unser Regenbogenlied zum Besten, welches wir gestern Abend extra noch geprobt hatten. Damit dies auch alle Kinder und Jugendlichen hören konnten, wurden die Türen zu den Zimmern geöffnet.
Bis zur niedersächsischen Grenze ging es mit der oben erwähnten Polizeibegleitung weiter, die wir mit tosendem Applaus verabschiedeten. Völlig auf uns allein gestellt ging es mit reichlich Gegenwind 38 km am Stück weiter nach Hude. Und wir wären nicht Regenbogenfahrer, wenn wir trotz Gegenwind nicht auch noch 20 Minuten herausgefahren und sogar eine Kettenpanne in 0,nix abgewickelt hätten. Warum wir zwischendurch einen Sprint eingelegt hatten, konnte sich niemand recht erklären. Es kam so über uns.
In Hude wurden wir von Bürgermeister Lebedinzew sowie einigen Ratsmitgliedern mit offenen Armen empfangen und mit Melone und kalten Getränken verköstigt. Nun war es nicht mehr weit bis Oldenburg. Unser Empfangskomitee aus Hude begleitete uns dabei noch ein Stück auf dem Rad. Hier verabschiedeten wir uns von Herman, einem Regenbogenfahrer, der uns heute begleitet hat.
Nachdem wir nach insgesamt 106,5 km (3 mehr als versprochen) an unserem Hotel in Oldenburg angekommen waren, verbrachten wir einen beeindruckenden Abend u.a. mit den Elternvereinen aus Vechta und Oldenburg im Theater Laboratorium. Nach einer kurzen Begrüßung stärkten wir uns mit Tomatensuppe und Quiche für das Theaterstück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“. Davon waren wir sehr angetan und begaben uns nach einem wirklich netten Abend mit dem Bus zurück ins Hotel.
PS: Es war schon dunkel …. und spät… 😉
Gute Nacht, haltet die Ohren steif und schaut in den Sternenhimmel.
Bis morgen! Wir grüßen aus dem schönen Oldenburg
Eure Regenbogenfahrer

Video Tag 2

Tag 1- 20.08.2016 : Hamburg – Zeven

21. August 2016

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,
nun ist es endlich soweit: Die 24. Regenbogenfahrt hat begonnen.
Bereits gestern Abend, am Anreisetag, hatten wir ein wunderbares Highlight: Die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. und Stage Entertainment luden uns dazu ein, das Musical „Das Wunder von Bern“ am Elbufer im Herzen Hamburgs zu erleben. Davon waren wir alle sehr begeistert und möchten uns an dieser Stelle nochmals herzlichst für diesen unvergesslichen Abend und einmaligen Auftakt der Tour bedanken.
Nachdem Dennis, der extra aus dem Rheinland angereist war, unser Gruppenfoto geschossen hatte, ging es heute früh als Erstes ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Nach einem herzlichen Empfang frühstückten wir gemütlich im Garten der Klinik und viele von uns begaben sich auf die Station. Dort konnten wir uns mit den Kindern, Jugendlichen und deren Eltern austauschen und ihnen unter anderem auch mit unserem Regenbogenfahrerlied Mut zusprechen. Zur großen Freude der Kinder tauchte Dino, das HSV-Maskottchen auf und brachte deren Augen zum Strahlen.
Herr Schilling, Geschäftsführer der Hamburger Sparkasse war persönlich anwesend, um uns einen Scheck über 5.000€ zu überreichen. Davon wurden unter anderem die T-Shirts der Regenbogenfahrt für das Jahr 2016 finanziert. Vielen lieben Dank!
Ein weiteres Grußwort sprachen Jochen Zingel, Vorstand der Fördergemeinschaft sowie Christiane Spies und Maren Blohm. Im Anschluss gaben Christiane Schneider, die Vizepräsidentin der Bürgerschaft und Thorsten Schröder, bekannt aus der Tagesschau, welcher uns auch ein Stück des Weges begleitete, den offiziellen Startschuss.
Wir verließen die schöne Stadt Hamburg durch den traditionellen Elbtunnel und das Hamburger Industriegebiet in Richtung Buxtehude. Hier hat uns auch schon der erste Regenschauer und der erste Sturz überrascht. Pünktlich zur Rast in Buxtehude, wo uns die Bürgermeisterin Frau Lemm begrüßte und mit Getränken und Snacks versorgte, krabbelte die Sonne aus ihrem Wolkenbett hervor. Die Stadt bedachte uns ebenfalls mit einer Spende über 200€, wofür wir uns herzlich bedanken.
Unsere weitere Etappe führte uns über Wald- und wurzelreiche Radwege nach Ahlerstedt, wo sich bereits eine Schar Grundschulkinder mit ihren Eltern sowie die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Bürgermeister Uwe Arndt versammelt hatte. Sie bereiteten uns mit ihrem emotionalen Gesang samt Gitarrenspiel des Pfarrers einen unvergesslichen Empfang.
Gut gestärkt mit Butterkuchen schafften wir auch die letzten 20 km unserer heutigen 92km-Strecke und kamen glücklich und ein wenig erschöpft in Zeven an.
Herr Paulsen vom Hotel Paulsen, wo wir heute nächtigen werden, begrüßte uns persönlich auf der Straße. Nach einem köstlichen Grillbuffet, ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Wir grüßen euch aus Zeven, wünschen euch eine gute Nacht und freuen uns auf morgen!
Liebe Grüße
Eure Regenbogenfahrer

 

Video Tag 1

Tag 8 – 29.8.2015 : Berlin-Pankow – Berlin Mitte

30. August 2015

Liebe Blogleser,
nun ist es vollbracht. Wir haben es geschafft und sind alle in Berlin-Mitte, unserem heutigen Etappenziel und endgültigem Ziel der Regenbogenfahrt 2015 angekommen.
Heute früh hieß es ein letztes Mal, Frühstücken in Radklamotten, Gepäck einladen und auf die Räder. Wir fuhren mitten durch Berlin und erreichten mit Hilfe der Berliner Polizei und mit Verstärkung durch verschiedene Gastfahrer die Berliner Charité. Heute begleiteten uns viele Gastfahrer auf dem Rad: der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Ulrich Ropertz, Freunde von Tina, Verena und Lisa, die Frauen von Andi und Alex sowie Yannick mit seiner Familie.
An der Charité wurden wir freudig empfangen und konnten, da sehr viele Kinder auf Station sind, mit fast allen dorthin gehen und viele intensive Gespräche führen. Es ergab sich ein recht lebhaftes, buntes Treiben auf der großen Station.
Nach 4 Stunden Aufenthalt – das ist für unsere Verhältnisse wirklich ein sehr großer Luxus – radelten wir mit einem Zwischenstopp zur kurzen Fotosession am Brandenburger Tor zu unserer Unterkunft.
Dort stießen wir auf eine gelungene Regenbogenfahrt 2015 an, bevor wir uns alle zum Abschlussabend im schönwetter, einer sehr schön gelegenen Cafe-Bar im Herzen Berlins, einfanden, wo wir nach Herzenslust schlemmen, reden, tanzen und den Abend einfach genießen konnten.
Danke allen, die diese Woche zu etwas ganz Besonderem gemacht haben, jedem Einzelnen, mit seinen verschiedenen Aufgaben, der zum großen Ganzen dieser Tour beigetragen hat.
Schweren Herzens werden sich unsere Wege morgen wieder trennen und wir uns in die ganze Republik verstreuen, mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen im Herzen hoffen wir alle auf ein freudiges Wiedersehen im nächsten Jahr.
Bleibt gesund und danke für´s Lesen!
Bis zum nächsten Jahr! Bleibt uns treu!
Eure Regenbogenfahrer

Tag 7 – 28.8.2015 : Berlin-Schmöckwitz – Berlin-Pankow

28. August 2015

Berlin: Meine Stadt, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause – mein Blog!
Der Morgen begann mit einer Belehrung: In Zukunft möge jeder auf sein Gepäck achten und Fernbedienungen, Duschköpfe oder Badematten an Ort und Stelle belassen. Für heute muss ein Gast in Cottbus im Zimmer 105 mit einem einzigen Programm auskommen.
Pünktlich zu unserem Start um 10 Uhr hatte es aufgehört zu regnen, so dass wir uns trockenen Fußes auf den Weg machen konnten. Erstes Etappenziel war das Haus der Senioren in Neuendorf, die uns schon mit Digitalkameras bewaffnet freudig erwarteten. Eine Kinderferienhortgruppe stand Spalier und klatschte euphorisch Beifall bei unserer Ankunft. Kurz zuvor stürzte Kathi, um endlich mal im Polizeiauto mitfahren zu können. Besonders kulinarisch war neben sämtlichen liebevoll zubereiteten Brötchen der hausgemachte Zuckerkuchen von Gisela, der Benni so gut schmeckte, dass er sich kurzerhand das Rezept aufschreiben ließ.
Gut gestärkt ging es auf den nächsten Etappenabschnitt zur Klinik nach Berlin-Buch. Auf dem Weg dorthin gab es neben uns schon bekannten Schlaglöchern und Kopfsteinpflastern einen ganz besonderen Weg: Wir fuhren mitten durch ein Maisfeld, welches von den Berlinern als offizieller Radweg benutzt wird.
Als wir an der Klinik ankamen erwartete uns eine Überraschung…. Jetzt ratet mal, wen Professor Schweigerer extra für uns aus seinem Hut zauberte!
Kalli, den wir schon von unserem Abend in Cottbus kannten, stand plötzlich vor uns und zeigte uns einen weiteren Trick aus seiner Las Vegas Show, den er noch unbedingt mit Tina, seiner Assistentin, vorführen wollte. Wir freuten uns alle riesig darüber.
Im Anschluss ging´s einige Meter weiter zum Ronald McDonald-Haus, wo wir uns an Nudeln mit Bolognesesoße stärkten. Massagen, Hausführungen und gefühlte 100 Tassen Kaffee waren inklusive.
Einige von uns hatten die Möglichkeit, die wenigen Kindern, die sich derzeit auf der Station befinden, zu besuchen, bevor ein größerer Teil von uns dort anrückte, um unser Regenbogenfahrt-Lied zu singen. Ein Kind ist seit heute unser größter Fan, für den wir leider keine Autogrammkarten mehr zur Hand hatten. Auch die Mitarbeiter vom Ronald McDonald-Haus kamen in den Genuss einer Gesangseinlage.
Nun schwangen wir uns geschwind auf die Räder und erreichten mit einem Umweg von 6 Kilometern unsere Herberge in Berlin-Pankow.
Der Abend steht zur freien Verfügung. Manche fallen komatös ins Bett, andere finden noch etwas zum Abendessen und die ganz sportlichen gehen noch auf die Piste und machen Berlin unsicher.
Jetzt wünschen wir euch einen schönen Abend und freuen und auf den finalen Tag.
Bis morgen!
Genießt den schönen Vollmond!
Eure Regenbogenfahrer