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Tag 4 – 23.08.2016 : Wagenfeld – Bad Oeynhausen

23. August 2016

Tag 4 Sonne, wir kommen

Hallo, ihr Lieben,
Was nimmt man aus einem Golf-Hotel mit? Natürlich einen Golfball und gutes Wetter. Nach einer durchtanzten Nacht und einem guten Frühstück brachen wir gegen neun Uhr vom Hotel in Wagenfeld auf. Ein Golf-Caddy führte uns zu Beginn der Sonne entgegen. Mit sportlichen 25 Stundenkilometern rasten wir durch die Landschaft und erreichten 15 Minuten früher als geplant die Handball-Arena in Lübbecke. Hier erwarteten uns nicht nur Handballer, Bürgermeister und Vertreter der Stadt, sondern auch 10 Gastfahrer, die momentan im Reha-Zentrum Bad Oexen neue Kräfte sammeln – und da wollten wir ja auch hin. Gemeinsam erklommen wir den ersten Berg der diesjährigen Tour. Und der hatte es in sich, er zog sich in etlichen Kurven über brutale fünf Kilometer hin. Da war natürlich erstmal eine längere Verschnaufpause angesagt, in der unsere aus Essen angereiste Motorradstaffel (Peter Henning) gut auf uns aufpasste. Doch dann rollten wir entspannt Richtung Klinik und ließen den Berg hinter uns.
In der Klinik angekommen, erwartete uns ein herzlicher Empfang. Wir wurden mit Eintopf verköstigt und genossen den strahlenden Sonnenschein und die Wärme auf der Terrasse. Natürlich sind vier Tage Regenbogenfahrt nicht spurlos an uns vorüber gegangen. Oberarzt Dr. Kraut erklärte sich sofort bereit, die zahlreichen Blessuren zu versorgen. Das Angebot nahmen wir natürlich dankend an. So schwangen wir uns wieder auf unsere Räder und legten die letzten sechs Kilometer des Tages zum Hotel „Königshof“ wie im Flug zurück.
Nach 60 Kilometern an so einem schönen Tag stand natürlich ein bisschen Ausruhen auf dem Programm – aber nicht lange. Nach einer Erfrischungspause ging es mit dem Shuttle-Bus wieder zum Abendprogramm nach Bad Oexen zurück. Bei einem leckeren Grill-Buffet kamen wir mit den frisch angereisten Familien ins Gespräch. Selbstverständlich durfte auch unser Song nicht fehlen, den wir unter begeistertem Applaus, Open Air, zum Besten gaben. Zum Ausklang gab es noch Stockbrot am romantischen Lagerfeuer in geselliger Runde.
Hiermit verabschieden wir uns aus Bad Oexen und wünschen euch eine angenehme Nachtruhe
Eure Regenbogenfahrer

Video Tag 4

 

Tag 3 – 22.08.2016 : Oldenburg – Wagenfeld

22. August 2016

Liebe treue Leser,
nach exakt 85,358 Kilometern Fahrradfahren haben wir Wagenfeld in Niedersachsen erreicht. Sonnenstrahlen begleiteten uns heute nur atmosphärisch. Ausgestattet mit Regenjacken, Helmüberziehern und Regenstiefeln starteten wir um 9 Uhr zur Klinik Oldenburg. Nach 500 Metern hatten wir unser Ziel erreicht. Während alle Regenbogenfahrer zum Stationsbesuch aufbrachen, brachte (Schnee-) Flocke Marias, durch Maus manipuliertes, Rad zum Radladen Vosgerau, damit eine neue Kette die Weiterfahrt ermöglichte. Sämtliche Kosten wurden vom Geschäft übernommen. Vielen herzlichen Dank für diese Unterstützung!
Auf Station erwarteten uns wieder viele tapfere, herzliche und lebensfrohe Kinder, Jugendliche und Eltern. Wir führten viele gute Mut machende Gespräche. Außerdem freuten wir uns sehr darüber, dass beim abschließenden Regenbogenfahrtlied so viele Kinder auf dem Flur standen und begeistert zuhörten.
Beim Aufbruch Richtung Wildeshausen benötigten wir all unsere Regenschutzutensilien, da es charmant, aber unaufhörlich nieselte… Nichtsdestotrotz behielten wir unsere gute Laune und selbst durch nasses Pflaster verursachte Stürze, platte Reifen und dezente Auffahrunfälle hinderten uns nicht daran, diese Fahrt zu genießen.
Die beiden Bürgermeister in Wildeshausen und Barnstorf freuten sich über unseren Besuch und verköstigten uns vorzüglich mit belegten Broten zu Mittag und Kaffee und Kuchen zum Nachmittag.
In Barnstorf trafen wir zusätzlich auf Mitarbeiter der Psychosozialen Krebsberatungsstelle IGEL e.V., die uns ein Stück auf unserem weiteren Weg begleiteten. Selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen trotz Regen aufs Rad zu steigen. Respekt!
Pünktlich zur Weiterfahrt meldete sich der Regen, der sich zwischenzeitlich verzogen hatte, zurück und begleitete uns bis zu unserem heutigen Etappenziel in Wagenfeld.
Heute fiel auf, welch beglückende Straßennamen in Niedersachsen verteilt werden. Hier eine kleine Kostprobe: Kamillenweg, Königsallee, Sonnentauweg und nicht zu vergessen der geologische Megalithen-Rundweg. Diesen mussten wir jedoch ignorieren und fuhren rechts ab.
Unser feuchtfröhlicher dritter Tourtag fand seinen Abschluss im bezaubernden und höchst einladenden Golfhotel. Dies wurde uns durch die entgegenkommende Gastfreundschaft und das Engagement von Christian, dem Hotelleiter, ermöglicht. Den Kontakt knüpfte Andi auf der Vortour. Vielen lieben Dank an dieser Stelle für die Übernachtungsmöglichkeit, das vorzügliche Grillbuffet und die Möglichkeit, bei Flutlicht und klarem Nachthimmel den Golfschläger ziemlich sicher an den Ball heranzuführen. Wir wollten versuchen, alle vorhandenen (das sind in der Tat 10.000!!!) Golfbälle zu verschießen – wenn uns im Laufe der Nacht gelingt, so würde uns Christian eine Runde ausgeben. Das Ergebnis ist noch offen.
Geschafft und glücklich, nass und zufrieden mit unserem Tageswerk verabschieden wir uns für heute und schlafen aus bis morgen früh um 8, denn dann wird Kaffee gemacht.
Macht es gut bis dahin!
Viele liebe Grüße aus Wagenfeld senden euch
Eure Regenbogenfahrer

Video Tag 3

Tag 2 – 21.08.2016 : Zeven – Oldenburg

22. August 2016

Liebe Blogleser,
auf zur Königsetappe Zeven Oldenburg. Bei strahlendem Sonnenschein, aber kühlen Temperaturen starteten wir nach einer guten Nacht und einem reichhaltigen Frühstück am Hotel Paulsen in Zeven. Herr Paulsen, der uns durch sein großzügiges Entgegenkommen die Nacht in seinem Hotel ermöglicht hatte, ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich zu verabschieden.
Mit zunächst leichtem Gegenwind und 20 Stundenkilometern rollten wir nach Grasberg, wo uns die örtliche Bürgermeisterin Marion Schorfman willkommen hieß. Trotz gestrigem Schützenfest, das bis tief in die Nacht ging, begrüßte sie uns herzlich mit warmen Worten und einem Snack zu früher Stunde. Auf dem Weg nach Grasberg kreuzte ein Huhn unseren Weg, das unerschrocken der gewaltigen Menge an bunten Radfahrern trotzte.
Gut gestärkt ging es weiter Richtung Bremen, wo wir in Borgfeld auf die Polizei sowie einige Begleitfahrer aus der Klinik stießen. Nun war es nicht mehr weit bis zur Kinderklinik, wo uns ein gigantisches Buffet erwartete. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an den Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder Bremen e.V. und die Firma Arcelor Mittal, die dafür 1000€ gespendet hatte.
Während die einen in der Tagesklinik das Buffet genossen, absolvierten die anderen mit den Kindern, die sämtliche Rutschautos und Dreiräder dafür benutzen, sportliche Runden um den Marktplatz (Spielzimmer auf der Station).
Bevor wir weiter zogen, gaben wir unser Regenbogenlied zum Besten, welches wir gestern Abend extra noch geprobt hatten. Damit dies auch alle Kinder und Jugendlichen hören konnten, wurden die Türen zu den Zimmern geöffnet.
Bis zur niedersächsischen Grenze ging es mit der oben erwähnten Polizeibegleitung weiter, die wir mit tosendem Applaus verabschiedeten. Völlig auf uns allein gestellt ging es mit reichlich Gegenwind 38 km am Stück weiter nach Hude. Und wir wären nicht Regenbogenfahrer, wenn wir trotz Gegenwind nicht auch noch 20 Minuten herausgefahren und sogar eine Kettenpanne in 0,nix abgewickelt hätten. Warum wir zwischendurch einen Sprint eingelegt hatten, konnte sich niemand recht erklären. Es kam so über uns.
In Hude wurden wir von Bürgermeister Lebedinzew sowie einigen Ratsmitgliedern mit offenen Armen empfangen und mit Melone und kalten Getränken verköstigt. Nun war es nicht mehr weit bis Oldenburg. Unser Empfangskomitee aus Hude begleitete uns dabei noch ein Stück auf dem Rad. Hier verabschiedeten wir uns von Herman, einem Regenbogenfahrer, der uns heute begleitet hat.
Nachdem wir nach insgesamt 106,5 km (3 mehr als versprochen) an unserem Hotel in Oldenburg angekommen waren, verbrachten wir einen beeindruckenden Abend u.a. mit den Elternvereinen aus Vechta und Oldenburg im Theater Laboratorium. Nach einer kurzen Begrüßung stärkten wir uns mit Tomatensuppe und Quiche für das Theaterstück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“. Davon waren wir sehr angetan und begaben uns nach einem wirklich netten Abend mit dem Bus zurück ins Hotel.
PS: Es war schon dunkel …. und spät… ;-)
Gute Nacht, haltet die Ohren steif und schaut in den Sternenhimmel.
Bis morgen! Wir grüßen aus dem schönen Oldenburg
Eure Regenbogenfahrer

Video Tag 2

Tag 1- 20.08.2016 : Hamburg – Zeven

21. August 2016

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,
nun ist es endlich soweit: Die 24. Regenbogenfahrt hat begonnen.
Bereits gestern Abend, am Anreisetag, hatten wir ein wunderbares Highlight: Die Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg e.V. und Stage Entertainment luden uns dazu ein, das Musical „Das Wunder von Bern“ am Elbufer im Herzen Hamburgs zu erleben. Davon waren wir alle sehr begeistert und möchten uns an dieser Stelle nochmals herzlichst für diesen unvergesslichen Abend und einmaligen Auftakt der Tour bedanken.
Nachdem Dennis, der extra aus dem Rheinland angereist war, unser Gruppenfoto geschossen hatte, ging es heute früh als Erstes ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Nach einem herzlichen Empfang frühstückten wir gemütlich im Garten der Klinik und viele von uns begaben sich auf die Station. Dort konnten wir uns mit den Kindern, Jugendlichen und deren Eltern austauschen und ihnen unter anderem auch mit unserem Regenbogenfahrerlied Mut zusprechen. Zur großen Freude der Kinder tauchte Dino, das HSV-Maskottchen auf und brachte deren Augen zum Strahlen.
Herr Schilling, Geschäftsführer der Hamburger Sparkasse war persönlich anwesend, um uns einen Scheck über 5.000€ zu überreichen. Davon wurden unter anderem die T-Shirts der Regenbogenfahrt für das Jahr 2016 finanziert. Vielen lieben Dank!
Ein weiteres Grußwort sprachen Jochen Zingel, Vorstand der Fördergemeinschaft sowie Christiane Spies und Maren Blohm. Im Anschluss gaben Christiane Schneider, die Vizepräsidentin der Bürgerschaft und Thorsten Schröder, bekannt aus der Tagesschau, welcher uns auch ein Stück des Weges begleitete, den offiziellen Startschuss.
Wir verließen die schöne Stadt Hamburg durch den traditionellen Elbtunnel und das Hamburger Industriegebiet in Richtung Buxtehude. Hier hat uns auch schon der erste Regenschauer und der erste Sturz überrascht. Pünktlich zur Rast in Buxtehude, wo uns die Bürgermeisterin Frau Lemm begrüßte und mit Getränken und Snacks versorgte, krabbelte die Sonne aus ihrem Wolkenbett hervor. Die Stadt bedachte uns ebenfalls mit einer Spende über 200€, wofür wir uns herzlich bedanken.
Unsere weitere Etappe führte uns über Wald- und wurzelreiche Radwege nach Ahlerstedt, wo sich bereits eine Schar Grundschulkinder mit ihren Eltern sowie die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem Bürgermeister Uwe Arndt versammelt hatte. Sie bereiteten uns mit ihrem emotionalen Gesang samt Gitarrenspiel des Pfarrers einen unvergesslichen Empfang.
Gut gestärkt mit Butterkuchen schafften wir auch die letzten 20 km unserer heutigen 92km-Strecke und kamen glücklich und ein wenig erschöpft in Zeven an.
Herr Paulsen vom Hotel Paulsen, wo wir heute nächtigen werden, begrüßte uns persönlich auf der Straße. Nach einem köstlichen Grillbuffet, ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Wir grüßen euch aus Zeven, wünschen euch eine gute Nacht und freuen uns auf morgen!
Liebe Grüße
Eure Regenbogenfahrer

 

Video Tag 1

Tag 8 – 29.8.2015 : Berlin-Pankow – Berlin Mitte

30. August 2015

Liebe Blogleser,
nun ist es vollbracht. Wir haben es geschafft und sind alle in Berlin-Mitte, unserem heutigen Etappenziel und endgültigem Ziel der Regenbogenfahrt 2015 angekommen.
Heute früh hieß es ein letztes Mal, Frühstücken in Radklamotten, Gepäck einladen und auf die Räder. Wir fuhren mitten durch Berlin und erreichten mit Hilfe der Berliner Polizei und mit Verstärkung durch verschiedene Gastfahrer die Berliner Charité. Heute begleiteten uns viele Gastfahrer auf dem Rad: der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Ulrich Ropertz, Freunde von Tina, Verena und Lisa, die Frauen von Andi und Alex sowie Yannick mit seiner Familie.
An der Charité wurden wir freudig empfangen und konnten, da sehr viele Kinder auf Station sind, mit fast allen dorthin gehen und viele intensive Gespräche führen. Es ergab sich ein recht lebhaftes, buntes Treiben auf der großen Station.
Nach 4 Stunden Aufenthalt – das ist für unsere Verhältnisse wirklich ein sehr großer Luxus – radelten wir mit einem Zwischenstopp zur kurzen Fotosession am Brandenburger Tor zu unserer Unterkunft.
Dort stießen wir auf eine gelungene Regenbogenfahrt 2015 an, bevor wir uns alle zum Abschlussabend im schönwetter, einer sehr schön gelegenen Cafe-Bar im Herzen Berlins, einfanden, wo wir nach Herzenslust schlemmen, reden, tanzen und den Abend einfach genießen konnten.
Danke allen, die diese Woche zu etwas ganz Besonderem gemacht haben, jedem Einzelnen, mit seinen verschiedenen Aufgaben, der zum großen Ganzen dieser Tour beigetragen hat.
Schweren Herzens werden sich unsere Wege morgen wieder trennen und wir uns in die ganze Republik verstreuen, mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen im Herzen hoffen wir alle auf ein freudiges Wiedersehen im nächsten Jahr.
Bleibt gesund und danke für´s Lesen!
Bis zum nächsten Jahr! Bleibt uns treu!
Eure Regenbogenfahrer

Tag 7 – 28.8.2015 : Berlin-Schmöckwitz – Berlin-Pankow

28. August 2015

Berlin: Meine Stadt, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause – mein Blog!
Der Morgen begann mit einer Belehrung: In Zukunft möge jeder auf sein Gepäck achten und Fernbedienungen, Duschköpfe oder Badematten an Ort und Stelle belassen. Für heute muss ein Gast in Cottbus im Zimmer 105 mit einem einzigen Programm auskommen.
Pünktlich zu unserem Start um 10 Uhr hatte es aufgehört zu regnen, so dass wir uns trockenen Fußes auf den Weg machen konnten. Erstes Etappenziel war das Haus der Senioren in Neuendorf, die uns schon mit Digitalkameras bewaffnet freudig erwarteten. Eine Kinderferienhortgruppe stand Spalier und klatschte euphorisch Beifall bei unserer Ankunft. Kurz zuvor stürzte Kathi, um endlich mal im Polizeiauto mitfahren zu können. Besonders kulinarisch war neben sämtlichen liebevoll zubereiteten Brötchen der hausgemachte Zuckerkuchen von Gisela, der Benni so gut schmeckte, dass er sich kurzerhand das Rezept aufschreiben ließ.
Gut gestärkt ging es auf den nächsten Etappenabschnitt zur Klinik nach Berlin-Buch. Auf dem Weg dorthin gab es neben uns schon bekannten Schlaglöchern und Kopfsteinpflastern einen ganz besonderen Weg: Wir fuhren mitten durch ein Maisfeld, welches von den Berlinern als offizieller Radweg benutzt wird.
Als wir an der Klinik ankamen erwartete uns eine Überraschung…. Jetzt ratet mal, wen Professor Schweigerer extra für uns aus seinem Hut zauberte!
Kalli, den wir schon von unserem Abend in Cottbus kannten, stand plötzlich vor uns und zeigte uns einen weiteren Trick aus seiner Las Vegas Show, den er noch unbedingt mit Tina, seiner Assistentin, vorführen wollte. Wir freuten uns alle riesig darüber.
Im Anschluss ging´s einige Meter weiter zum Ronald McDonald-Haus, wo wir uns an Nudeln mit Bolognesesoße stärkten. Massagen, Hausführungen und gefühlte 100 Tassen Kaffee waren inklusive.
Einige von uns hatten die Möglichkeit, die wenigen Kindern, die sich derzeit auf der Station befinden, zu besuchen, bevor ein größerer Teil von uns dort anrückte, um unser Regenbogenfahrt-Lied zu singen. Ein Kind ist seit heute unser größter Fan, für den wir leider keine Autogrammkarten mehr zur Hand hatten. Auch die Mitarbeiter vom Ronald McDonald-Haus kamen in den Genuss einer Gesangseinlage.
Nun schwangen wir uns geschwind auf die Räder und erreichten mit einem Umweg von 6 Kilometern unsere Herberge in Berlin-Pankow.
Der Abend steht zur freien Verfügung. Manche fallen komatös ins Bett, andere finden noch etwas zum Abendessen und die ganz sportlichen gehen noch auf die Piste und machen Berlin unsicher.
Jetzt wünschen wir euch einen schönen Abend und freuen und auf den finalen Tag.
Bis morgen!
Genießt den schönen Vollmond!
Eure Regenbogenfahrer

Tag 6 – 27.8.2015 : Cottbus – Berlin-Schmöckwitz

27. August 2015

Liebe Blogleser,
die Königsetappe ist geschafft. Wir dürfen euch stolz verkünden, dass wir heute 122 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h von Cottbus nach Berlin-Schmöckwitz zurückgelegt haben.
Mit Unterstützung eines Cottbuser Polizeibusses legten wir die ersten Kilometer bis zur Kinderklinik schneller als gedacht zurück. Dort wurden wir bereits wie schon am Abend zuvor sehr herzlich von der Elterninitiative krebskranke Kinder Cottbus begrüßt und anschließend auf Station vom neuen Chefarzt Dr. Andreas Brakmann sowie vom Energie Cottbus Maskottchen Lauzi empfangen.

Die Besonderheit bei diesem Klinikbesuch war, dass diesmal die meisten Kinder zu uns kamen und nicht wie sonst üblich, wir zu den Kindern. In der Vorhalle zur Station ergaben sich viele interessante Gespräche mit den Kindern und ihren Eltern, die teilweise extra wegen unserem Besuch zur Klinik gekommen waren.
Gemeinsam mit Radsportvereinsfahrern fuhren wir weiter bis zur ersten Rast zum Bismarckturm in Burg und nach einer kurzen Erfrischung direkt weiter nach Lübben. Da die Temperaturen bis dahin sehr gestiegen waren, war es eine Wohltat für uns, auf dem Rathausvorplatz die Wasserspiele zur Abkühlung zu nutzen. Stadtkämmerer Lutz Gottheiner begrüßte uns freundlich und erzählte uns in wenigen Worten Wissenswertes über seine Stadt, bevor wir auf den längsten Teilabschnitt von 40 Kilometern geschickt wurden.
Um die Unfallquote zu erfüllen, steuerte Nicola einen Platten bei und Hansi fiel vom Rad, lies sich aber davon nicht beirren und stieg sogleich wieder auf, um dann die Abkühlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Groß Köris, die sich uns in Form eines Feuerwehrschlauches darbot, genießen zu können. Zur Abfahrt blockierte Nico Hennig, der uns zuvor begrüßt und zu einem Imbiss eingeladen hatte, mit seinem Feuerwehrauto die Straße und verabschiedete uns auf die nächsten und für heute letzten 30 Kilometer.
Es ertönten Freudenschreie, als wir endlich Berlin erreichten und die holprige Fahrt über unzählige Meter Kopfsteinpflaster sowie Sand- und Schotterwege mit unglaublich vielen Löchern geschafft hatten. Trotz mehrmaliger Warnungen seitens der Cottbuser Elterninitiative blieb uns der Angriff der Killermücken erspart, egal ob man mit „Anti-Brumm“ geduscht hatte oder nicht.
Michael Lüders vom Hotel Akademie Schmöckwitz wartete bereits mit einem leckeren Grillbuffet auf uns, auf welches er ebenso wie auf die Übernachtung einen großzügigen Nachlass gewährte.
Neben dem vom Hotel zur Verfügung gestellten Essen gab es eine kleine Überraschung von Steffi, unserem heutigen Geburtstagskind, die uns einen wunderbaren Regenbogenkuchen spendierte.
Nun freuen wir uns darauf, morgen ein wenig länger schlafen zu können.
Wir grüßen euch aus der südöstlichsten Ecke von Berlin.
Eure Regenbogenfahrer

 

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Tag 5 – 26.8.2015 : Dresden – Cottbus

26. August 2015

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,
wir reflektieren heute 116 Kilometer und lassen euch an unseren Strapazen teilhaben.
Wir starteten bei zu erwartendem strahlenden Sonnenschein und höchsterfreulichen Spätsommertemperaturen zu unserer fünften Etappe, die uns von Dresden nach Cottbus führen sollte.
Uns begleiteten zu Beginn „junge“ Männer von der Tour der Hoffnung und Leon die komplette Etappe. Er ist ein ehemaliger Patient aus Cottbus und wie sich später noch herausstellen wird, Zauberkünstler in Ausbildung.
Unser zweites Frühstück erhielten wir in Thiendorf und begrüßten Alexandra mit ihrer Mutter im Teilnehmerkreis, die uns auch gestern schon begleitete.

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Grundsätzlich ernähren wir uns auf dieser Tour höchst gesund, so gab es auch hier neben belegten Brötchen viel Obst, gesponsert vom Bürgermeister Dirk Mocker.

Weiter ging´s inmitten schöner Wälder einige viele Kilometer weiter Richtung Norden bis wir schließlich den Lausitzring erreichten. Die Tour schaffte es erstmalig, auf einer offiziellen Rennstrecke eine Ehrenrunde zu drehen. Schon jetzt darf die Welt auf die Fotos von Rosi gespannt sein. Beeindruckt hat uns außerdem das Engagement der Mitglieder des Nascar-Teams, das sich sehr für krebskranke Kinder und deren Familien einsetzt.

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Unser Mittagessen nahmen wir in der „Saunakantine“, direkt im Oval der Rennstrecke, ein. Essen war lecker, Innentemperatur des Zeltes hochgradig gefährlich (zumindest blieb das Essen warm).
Frisch gestärkt ging´s wieder ans Werk und wir setzten unsere Fahrt fröhlich, ausgeruht, dickbäuchig und hoch motiviert Richtung Greifenhain fort. Dort erwartete uns bereits ein gedeckter Tisch, organisiert vom Servicepersonal: Matze, Flocke, Johannes, Thomsen, Patricia und Karla. Immer auf die Hilfe unserer Mitbürger angewiesen, verdanken wir einer reizenden brandenburgischen Familie einen reibungslosen Ablauf sämtlicher Toilettenbenutzungen. An dieser Stelle sei das originell bedruckte Klopapier erwähnt.
Das Ziel im Auge waren die letzten Kilometer ein Klacks. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h erreichten wir das Hotel am Seegraben vor dem Zeitplan. Der Empfang hätte herzlicher nicht sein können. Mitglieder des Cottbuser Elternvereins warteten bereits mit gekühltem Wasser auf uns und schickten Post per Postkutscher, der die Regenbogenfahrer eine viertel Stunde vorzüglich unterhielt.
Nachdem wir 2007 eine 90-minütige Parkwanderung machen durften, entschied der Elternverein vernünftigerweise, dass der heutige Abend gemütlich im Hotel ausklingen sollte. Karl, der charmante Kellner und Zauberer, war der Höhepunkt des heutigen Abends und Tina ist seit 19:30 Uhr Ortszeit auf dem Weg zur Zauberassistentinnen-Karriere in Las Vegas.
Zu erwähnen wäre am Schluss, dass wir heute die innerdeutsche Bundeslandgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg überquert haben. Andi trauert und Alex bemerkt schon jetzt den deutlichen sprachlichen Zugewinn. Dass die Grenze direkt und unscheinbar im Wald verläuft, sahen wir daran, dass sich die Polizisten dort plötzlich und ohne Vorwarnung den Staffelstab übergaben.
Wir danken dem Elternverein Cottbus für diesen wunderschönen Abend und verabschieden uns nun.
Bis morgen!
Eure Blogger

Tag 4 – 25.8.2015 : Freiberg – Dresden

25. August 2015

Hallo ihr Lieben,
nach vier Tagen auf dem Rad sind wir nun mit heute knapp 66 Kilometer auf dem Buckel bzw. in den Beinen in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden angekommen.
Heute Morgen sind wir mit ein wenig bangem Blick zum wolkenbehangenen Himmel gestartet, der sich aber im Laufe des Tages in einen blauen verwandelt hatte und gegen Nachmittag trauten sich sogar ein paar Sonnenstrahlen heraus. Polizist Sven und seine Mannen, der uns in den letzten Tagen sehr unterstützt hatten, wurden bei einem kurzen Zwischenstopp gebührend verabschiedet.
Unser Weg führte uns zunächst über den ehemaligen Kleinbahnweg, der durch die Natur führte und als Radweg ausgebaut worden ist, nach Wilsdruff, wo unsere heutige erste Rast stattfand. Der örtliche Bürgermeister radelete uns am frühen Morgen hochmotiviert entgegen, um uns in seine Gemeinde führen zu können. Es mischten sich weitere Gastfahrer ins Feld, so auch Alexandra, die zusammen mit ihrer Mutter auf dem Tandem mitfuhr oder Sarah, eine ehemalige Patientin aus Dresden.
Einem weiteren Amtsträger, nämlich dem Radebeuler Bürgermeister war es auch sehr wichtig, uns auf dem Rad von Freiberg an bis in seine Stadt zu begleiten. Dort gab es einen sehr herzlichen Empfang am Sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth mit traumhafter Weinberg-Kulisse. So konnten wir uns mit leckeren Häppchen und regionalen Traubensäften für die nächsten Anstiege wappnen.
Ein paar Fahrer waren extra wegen den Anstiegen in den Bus gestiegen, um beanspruchte Gelenke und Muskeln zu schonen. Als sie wieder zur Gruppe dazu stießen, wunderten sie sich nicht schlecht, als auf einmal der vermeintlich umgangene Anstieg vor ihnen auftauchte. Da hieß es dann Augen zu und durch.

Helma Orosz, ehemalige Oberbürgermeisterin von Dresden und Schirmherrin des Sonnenstrahl e.V. Dresden, kam für die letzten Kilometer ins Fahrerfeld und begleitete uns bis zum heutigen Ziel.

Nach weiteren 17 Kilometern erreichten wir das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, wo wir zwei Stunden verbrachten, um die Station zu besuchen. Die Kinder und Jugendlichen, die sich dort aktuell in Behandlung befinden freuten sich schon sehr auf unseren Besuch und die vielen hoffnungspendenden Gespräche.
Anschließend ging es weiter mit Polizeibegleitung von Holger und Holger, die uns schon ab Wilsdruff zur Seite standen und uns nun auch sicher durch die Stadt zur Cityherberge, unserem Quartier für diese Nacht, führten.
Am Abend lud der ortsansässige Elternverein Sonnenstrahl e.V. uns zu einer interessanten Busstadtführung durch Dresden ein, bevor wir einen schönen Abend in der Villa Sonnenstrahl verbrachten. Wir wurden sehr herzlich von der Jugendgruppe empfangen und durften uns am vorzüglichen Grillbuffet bedienen. Besonderen Anklang fand die Massageeinheit einer Physiotherapiepraxis, die für unsere nun doch schon ein wenig beanspruchten Muskeln eine Wohltat darstellte. Vielen lieben Dank an euch und an den Dresdner Elternverein für diesen schönen Abend. Wir kommen gerne wieder.
Jetzt müssen wir uns noch ein wenig erholen, um die morgige erste Königsetappe zu schaffen.
Liebe Grüße aus Dresden und bis morgen!
Eure Regenbogenfahrer

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Tag 3 – 24.8.2015 : Chemnitz – Freiberg

24. August 2015

Liebe Blogleser,
nachdem wir zuvor ein paar Kilometer zur Kinderklinik geradelt waren, starteten wir den heutigen Tag mit einem Frühstück mit einem wunderschönen Panoramablick auf Chemnitz im Restaurant Flemming. Dieses liegt im 12. Stock in luftiger Höhe. Die Anreise erfolgte auf Grund unserer nun doch schon ein wenig beanspruchten Beinmuskulatur im Aufzug.
Im Anschluss ging´s für uns alle rüber auf die im Nebengebäude liegende Station, wo wir unser Lied für viele Kinder und Eltern singen konnten und danach von der Ergotherapeutin Gabi und ihrer Kollegin Sabine durch die Räume geführt wurden. Einige hatten auch die Möglichkeit, mit den betroffenen Kindern und Eltern zu sprechen, die sich sehr über unseren Besuch freuten und dadurch ein wenig Kraft schöpfen konnten.
Der Chemnitzer Ordnungsbürgermeister Miko Runkel begrüßte uns nach weiteren sieben Kilometern durch die Stadt vor dem Rathaus, lud uns in die gute Stube ein und ließ es sich nicht nehmen, uns in voller Radmontur ein Stück auf unserem Weg zu begleiten. Sehr erfreut waren wir auch über die Unterstützung von vier Leuten der Polizeistaffel des Ordnungsamtes Chemnitz, die einige Kilometer mit uns mit radelten.
Nun war es an der Zeit, Chemnitz zu verlassen und weiter Richtung Osten zu ziehen, so dass wir nach einiger Zeit durch Wälder, an Flüssen entlang, bergauf, bergab in Falkenau, einem Ortsteil der Stadt Flöha ankamen. Eine ehemalige Bürgermeisterin mischte sich auf unserem Weg dorthin unauffällig in die Gruppe und kam so noch rechtzeitig mit uns am Kinderferiendorf, wo die nächste Rast stattfand, an. Nachdem wir sehr herzlich vom Ortsvorsteher Martin Müller in Empfang genommen worden waren, konnten wir uns noch ein bisschen stärken und hatten dabei alle Mühe, der dortigen Wespenplage an diesem schönen Ort halbwegs unbeschadet zu entkommen.
Die Stärkung war auch bitter nötig, da wir auf den restlichen Kilometern nach Freiberg, wie der Name schon sagt, noch ein paar Steigungen zu bewältigen hatten. Aber wir Regenbogenfahrer nahmen natürlich auch diese Herausforderung an und erklommen alsbald die Spitze dieses ca. 11%igen Berges.
Nach exakt 51 Kilometern erreichten wir alle, auch mit tatkräftiger Unterstützung unserer staatsempfangwürdigen Polizeibegleitung, bei der wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchten, unser heutiges Ziel Freiberg, wo wir den Abend zum Teil bei einer lustigen Bierstadtführung verbrachten, bei der wir allerhand interessantes über die Stadt und ihre Geschichte erfahren konnten.
Nun wünschen wir euch eine gute Nacht und freuen uns auf unsere morgige Etappe nach Dresden.
Es grüßen euch aus Freiberg
Eure Regenbogenfahrer

 

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