Druckversion

Tag 8 – 29.8.2015 : Berlin-Pankow – Berlin Mitte

30. August 2015

Liebe Blogleser,
nun ist es vollbracht. Wir haben es geschafft und sind alle in Berlin-Mitte, unserem heutigen Etappenziel und endgültigem Ziel der Regenbogenfahrt 2015 angekommen.
Heute früh hieß es ein letztes Mal, Frühstücken in Radklamotten, Gepäck einladen und auf die Räder. Wir fuhren mitten durch Berlin und erreichten mit Hilfe der Berliner Polizei und mit Verstärkung durch verschiedene Gastfahrer die Berliner Charité. Heute begleiteten uns viele Gastfahrer auf dem Rad: der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderkrebsstiftung, Ulrich Ropertz, Freunde von Tina, Verena und Lisa, die Frauen von Andi und Alex sowie Yannick mit seiner Familie.
An der Charité wurden wir freudig empfangen und konnten, da sehr viele Kinder auf Station sind, mit fast allen dorthin gehen und viele intensive Gespräche führen. Es ergab sich ein recht lebhaftes, buntes Treiben auf der großen Station.
Nach 4 Stunden Aufenthalt – das ist für unsere Verhältnisse wirklich ein sehr großer Luxus – radelten wir mit einem Zwischenstopp zur kurzen Fotosession am Brandenburger Tor zu unserer Unterkunft.
Dort stießen wir auf eine gelungene Regenbogenfahrt 2015 an, bevor wir uns alle zum Abschlussabend im schönwetter, einer sehr schön gelegenen Cafe-Bar im Herzen Berlins, einfanden, wo wir nach Herzenslust schlemmen, reden, tanzen und den Abend einfach genießen konnten.
Danke allen, die diese Woche zu etwas ganz Besonderem gemacht haben, jedem Einzelnen, mit seinen verschiedenen Aufgaben, der zum großen Ganzen dieser Tour beigetragen hat.
Schweren Herzens werden sich unsere Wege morgen wieder trennen und wir uns in die ganze Republik verstreuen, mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen im Herzen hoffen wir alle auf ein freudiges Wiedersehen im nächsten Jahr.
Bleibt gesund und danke für´s Lesen!
Bis zum nächsten Jahr! Bleibt uns treu!
Eure Regenbogenfahrer

Tag 7 – 28.8.2015 : Berlin-Schmöckwitz – Berlin-Pankow

28. August 2015

Berlin: Meine Stadt, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause – mein Blog!
Der Morgen begann mit einer Belehrung: In Zukunft möge jeder auf sein Gepäck achten und Fernbedienungen, Duschköpfe oder Badematten an Ort und Stelle belassen. Für heute muss ein Gast in Cottbus im Zimmer 105 mit einem einzigen Programm auskommen.
Pünktlich zu unserem Start um 10 Uhr hatte es aufgehört zu regnen, so dass wir uns trockenen Fußes auf den Weg machen konnten. Erstes Etappenziel war das Haus der Senioren in Neuendorf, die uns schon mit Digitalkameras bewaffnet freudig erwarteten. Eine Kinderferienhortgruppe stand Spalier und klatschte euphorisch Beifall bei unserer Ankunft. Kurz zuvor stürzte Kathi, um endlich mal im Polizeiauto mitfahren zu können. Besonders kulinarisch war neben sämtlichen liebevoll zubereiteten Brötchen der hausgemachte Zuckerkuchen von Gisela, der Benni so gut schmeckte, dass er sich kurzerhand das Rezept aufschreiben ließ.
Gut gestärkt ging es auf den nächsten Etappenabschnitt zur Klinik nach Berlin-Buch. Auf dem Weg dorthin gab es neben uns schon bekannten Schlaglöchern und Kopfsteinpflastern einen ganz besonderen Weg: Wir fuhren mitten durch ein Maisfeld, welches von den Berlinern als offizieller Radweg benutzt wird.
Als wir an der Klinik ankamen erwartete uns eine Überraschung…. Jetzt ratet mal, wen Professor Schweigerer extra für uns aus seinem Hut zauberte!
Kalli, den wir schon von unserem Abend in Cottbus kannten, stand plötzlich vor uns und zeigte uns einen weiteren Trick aus seiner Las Vegas Show, den er noch unbedingt mit Tina, seiner Assistentin, vorführen wollte. Wir freuten uns alle riesig darüber.
Im Anschluss ging´s einige Meter weiter zum Ronald McDonald-Haus, wo wir uns an Nudeln mit Bolognesesoße stärkten. Massagen, Hausführungen und gefühlte 100 Tassen Kaffee waren inklusive.
Einige von uns hatten die Möglichkeit, die wenigen Kindern, die sich derzeit auf der Station befinden, zu besuchen, bevor ein größerer Teil von uns dort anrückte, um unser Regenbogenfahrt-Lied zu singen. Ein Kind ist seit heute unser größter Fan, für den wir leider keine Autogrammkarten mehr zur Hand hatten. Auch die Mitarbeiter vom Ronald McDonald-Haus kamen in den Genuss einer Gesangseinlage.
Nun schwangen wir uns geschwind auf die Räder und erreichten mit einem Umweg von 6 Kilometern unsere Herberge in Berlin-Pankow.
Der Abend steht zur freien Verfügung. Manche fallen komatös ins Bett, andere finden noch etwas zum Abendessen und die ganz sportlichen gehen noch auf die Piste und machen Berlin unsicher.
Jetzt wünschen wir euch einen schönen Abend und freuen und auf den finalen Tag.
Bis morgen!
Genießt den schönen Vollmond!
Eure Regenbogenfahrer

Tag 6 – 27.8.2015 : Cottbus – Berlin-Schmöckwitz

27. August 2015

Liebe Blogleser,
die Königsetappe ist geschafft. Wir dürfen euch stolz verkünden, dass wir heute 122 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h von Cottbus nach Berlin-Schmöckwitz zurückgelegt haben.
Mit Unterstützung eines Cottbuser Polizeibusses legten wir die ersten Kilometer bis zur Kinderklinik schneller als gedacht zurück. Dort wurden wir bereits wie schon am Abend zuvor sehr herzlich von der Elterninitiative krebskranke Kinder Cottbus begrüßt und anschließend auf Station vom neuen Chefarzt Dr. Andreas Brakmann sowie vom Energie Cottbus Maskottchen Lauzi empfangen.

Die Besonderheit bei diesem Klinikbesuch war, dass diesmal die meisten Kinder zu uns kamen und nicht wie sonst üblich, wir zu den Kindern. In der Vorhalle zur Station ergaben sich viele interessante Gespräche mit den Kindern und ihren Eltern, die teilweise extra wegen unserem Besuch zur Klinik gekommen waren.
Gemeinsam mit Radsportvereinsfahrern fuhren wir weiter bis zur ersten Rast zum Bismarckturm in Burg und nach einer kurzen Erfrischung direkt weiter nach Lübben. Da die Temperaturen bis dahin sehr gestiegen waren, war es eine Wohltat für uns, auf dem Rathausvorplatz die Wasserspiele zur Abkühlung zu nutzen. Stadtkämmerer Lutz Gottheiner begrüßte uns freundlich und erzählte uns in wenigen Worten Wissenswertes über seine Stadt, bevor wir auf den längsten Teilabschnitt von 40 Kilometern geschickt wurden.
Um die Unfallquote zu erfüllen, steuerte Nicola einen Platten bei und Hansi fiel vom Rad, lies sich aber davon nicht beirren und stieg sogleich wieder auf, um dann die Abkühlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Groß Köris, die sich uns in Form eines Feuerwehrschlauches darbot, genießen zu können. Zur Abfahrt blockierte Nico Hennig, der uns zuvor begrüßt und zu einem Imbiss eingeladen hatte, mit seinem Feuerwehrauto die Straße und verabschiedete uns auf die nächsten und für heute letzten 30 Kilometer.
Es ertönten Freudenschreie, als wir endlich Berlin erreichten und die holprige Fahrt über unzählige Meter Kopfsteinpflaster sowie Sand- und Schotterwege mit unglaublich vielen Löchern geschafft hatten. Trotz mehrmaliger Warnungen seitens der Cottbuser Elterninitiative blieb uns der Angriff der Killermücken erspart, egal ob man mit „Anti-Brumm“ geduscht hatte oder nicht.
Michael Lüders vom Hotel Akademie Schmöckwitz wartete bereits mit einem leckeren Grillbuffet auf uns, auf welches er ebenso wie auf die Übernachtung einen großzügigen Nachlass gewährte.
Neben dem vom Hotel zur Verfügung gestellten Essen gab es eine kleine Überraschung von Steffi, unserem heutigen Geburtstagskind, die uns einen wunderbaren Regenbogenkuchen spendierte.
Nun freuen wir uns darauf, morgen ein wenig länger schlafen zu können.
Wir grüßen euch aus der südöstlichsten Ecke von Berlin.
Eure Regenbogenfahrer

 

YouTube Preview Image

Tag 5 – 26.8.2015 : Dresden – Cottbus

26. August 2015

Liebe Freunde der Regenbogenfahrt,
wir reflektieren heute 116 Kilometer und lassen euch an unseren Strapazen teilhaben.
Wir starteten bei zu erwartendem strahlenden Sonnenschein und höchsterfreulichen Spätsommertemperaturen zu unserer fünften Etappe, die uns von Dresden nach Cottbus führen sollte.
Uns begleiteten zu Beginn „junge“ Männer von der Tour der Hoffnung und Leon die komplette Etappe. Er ist ein ehemaliger Patient aus Cottbus und wie sich später noch herausstellen wird, Zauberkünstler in Ausbildung.
Unser zweites Frühstück erhielten wir in Thiendorf und begrüßten Alexandra mit ihrer Mutter im Teilnehmerkreis, die uns auch gestern schon begleitete.

_DSC0071

Grundsätzlich ernähren wir uns auf dieser Tour höchst gesund, so gab es auch hier neben belegten Brötchen viel Obst, gesponsert vom Bürgermeister Dirk Mocker.

Weiter ging´s inmitten schöner Wälder einige viele Kilometer weiter Richtung Norden bis wir schließlich den Lausitzring erreichten. Die Tour schaffte es erstmalig, auf einer offiziellen Rennstrecke eine Ehrenrunde zu drehen. Schon jetzt darf die Welt auf die Fotos von Rosi gespannt sein. Beeindruckt hat uns außerdem das Engagement der Mitglieder des Nascar-Teams, das sich sehr für krebskranke Kinder und deren Familien einsetzt.

_DSC0119
Unser Mittagessen nahmen wir in der „Saunakantine“, direkt im Oval der Rennstrecke, ein. Essen war lecker, Innentemperatur des Zeltes hochgradig gefährlich (zumindest blieb das Essen warm).
Frisch gestärkt ging´s wieder ans Werk und wir setzten unsere Fahrt fröhlich, ausgeruht, dickbäuchig und hoch motiviert Richtung Greifenhain fort. Dort erwartete uns bereits ein gedeckter Tisch, organisiert vom Servicepersonal: Matze, Flocke, Johannes, Thomsen, Patricia und Karla. Immer auf die Hilfe unserer Mitbürger angewiesen, verdanken wir einer reizenden brandenburgischen Familie einen reibungslosen Ablauf sämtlicher Toilettenbenutzungen. An dieser Stelle sei das originell bedruckte Klopapier erwähnt.
Das Ziel im Auge waren die letzten Kilometer ein Klacks. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h erreichten wir das Hotel am Seegraben vor dem Zeitplan. Der Empfang hätte herzlicher nicht sein können. Mitglieder des Cottbuser Elternvereins warteten bereits mit gekühltem Wasser auf uns und schickten Post per Postkutscher, der die Regenbogenfahrer eine viertel Stunde vorzüglich unterhielt.
Nachdem wir 2007 eine 90-minütige Parkwanderung machen durften, entschied der Elternverein vernünftigerweise, dass der heutige Abend gemütlich im Hotel ausklingen sollte. Karl, der charmante Kellner und Zauberer, war der Höhepunkt des heutigen Abends und Tina ist seit 19:30 Uhr Ortszeit auf dem Weg zur Zauberassistentinnen-Karriere in Las Vegas.
Zu erwähnen wäre am Schluss, dass wir heute die innerdeutsche Bundeslandgrenze zwischen Sachsen und Brandenburg überquert haben. Andi trauert und Alex bemerkt schon jetzt den deutlichen sprachlichen Zugewinn. Dass die Grenze direkt und unscheinbar im Wald verläuft, sahen wir daran, dass sich die Polizisten dort plötzlich und ohne Vorwarnung den Staffelstab übergaben.
Wir danken dem Elternverein Cottbus für diesen wunderschönen Abend und verabschieden uns nun.
Bis morgen!
Eure Blogger

Tag 4 – 25.8.2015 : Freiberg – Dresden

25. August 2015

Hallo ihr Lieben,
nach vier Tagen auf dem Rad sind wir nun mit heute knapp 66 Kilometer auf dem Buckel bzw. in den Beinen in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden angekommen.
Heute Morgen sind wir mit ein wenig bangem Blick zum wolkenbehangenen Himmel gestartet, der sich aber im Laufe des Tages in einen blauen verwandelt hatte und gegen Nachmittag trauten sich sogar ein paar Sonnenstrahlen heraus. Polizist Sven und seine Mannen, der uns in den letzten Tagen sehr unterstützt hatten, wurden bei einem kurzen Zwischenstopp gebührend verabschiedet.
Unser Weg führte uns zunächst über den ehemaligen Kleinbahnweg, der durch die Natur führte und als Radweg ausgebaut worden ist, nach Wilsdruff, wo unsere heutige erste Rast stattfand. Der örtliche Bürgermeister radelete uns am frühen Morgen hochmotiviert entgegen, um uns in seine Gemeinde führen zu können. Es mischten sich weitere Gastfahrer ins Feld, so auch Alexandra, die zusammen mit ihrer Mutter auf dem Tandem mitfuhr oder Sarah, eine ehemalige Patientin aus Dresden.
Einem weiteren Amtsträger, nämlich dem Radebeuler Bürgermeister war es auch sehr wichtig, uns auf dem Rad von Freiberg an bis in seine Stadt zu begleiten. Dort gab es einen sehr herzlichen Empfang am Sächsischen Staatsweingut Schloss Wackerbarth mit traumhafter Weinberg-Kulisse. So konnten wir uns mit leckeren Häppchen und regionalen Traubensäften für die nächsten Anstiege wappnen.
Ein paar Fahrer waren extra wegen den Anstiegen in den Bus gestiegen, um beanspruchte Gelenke und Muskeln zu schonen. Als sie wieder zur Gruppe dazu stießen, wunderten sie sich nicht schlecht, als auf einmal der vermeintlich umgangene Anstieg vor ihnen auftauchte. Da hieß es dann Augen zu und durch.

Helma Orosz, ehemalige Oberbürgermeisterin von Dresden und Schirmherrin des Sonnenstrahl e.V. Dresden, kam für die letzten Kilometer ins Fahrerfeld und begleitete uns bis zum heutigen Ziel.

Nach weiteren 17 Kilometern erreichten wir das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, wo wir zwei Stunden verbrachten, um die Station zu besuchen. Die Kinder und Jugendlichen, die sich dort aktuell in Behandlung befinden freuten sich schon sehr auf unseren Besuch und die vielen hoffnungspendenden Gespräche.
Anschließend ging es weiter mit Polizeibegleitung von Holger und Holger, die uns schon ab Wilsdruff zur Seite standen und uns nun auch sicher durch die Stadt zur Cityherberge, unserem Quartier für diese Nacht, führten.
Am Abend lud der ortsansässige Elternverein Sonnenstrahl e.V. uns zu einer interessanten Busstadtführung durch Dresden ein, bevor wir einen schönen Abend in der Villa Sonnenstrahl verbrachten. Wir wurden sehr herzlich von der Jugendgruppe empfangen und durften uns am vorzüglichen Grillbuffet bedienen. Besonderen Anklang fand die Massageeinheit einer Physiotherapiepraxis, die für unsere nun doch schon ein wenig beanspruchten Muskeln eine Wohltat darstellte. Vielen lieben Dank an euch und an den Dresdner Elternverein für diesen schönen Abend. Wir kommen gerne wieder.
Jetzt müssen wir uns noch ein wenig erholen, um die morgige erste Königsetappe zu schaffen.
Liebe Grüße aus Dresden und bis morgen!
Eure Regenbogenfahrer

YouTube Preview Image

Tag 3 – 24.8.2015 : Chemnitz – Freiberg

24. August 2015

Liebe Blogleser,
nachdem wir zuvor ein paar Kilometer zur Kinderklinik geradelt waren, starteten wir den heutigen Tag mit einem Frühstück mit einem wunderschönen Panoramablick auf Chemnitz im Restaurant Flemming. Dieses liegt im 12. Stock in luftiger Höhe. Die Anreise erfolgte auf Grund unserer nun doch schon ein wenig beanspruchten Beinmuskulatur im Aufzug.
Im Anschluss ging´s für uns alle rüber auf die im Nebengebäude liegende Station, wo wir unser Lied für viele Kinder und Eltern singen konnten und danach von der Ergotherapeutin Gabi und ihrer Kollegin Sabine durch die Räume geführt wurden. Einige hatten auch die Möglichkeit, mit den betroffenen Kindern und Eltern zu sprechen, die sich sehr über unseren Besuch freuten und dadurch ein wenig Kraft schöpfen konnten.
Der Chemnitzer Ordnungsbürgermeister Miko Runkel begrüßte uns nach weiteren sieben Kilometern durch die Stadt vor dem Rathaus, lud uns in die gute Stube ein und ließ es sich nicht nehmen, uns in voller Radmontur ein Stück auf unserem Weg zu begleiten. Sehr erfreut waren wir auch über die Unterstützung von vier Leuten der Polizeistaffel des Ordnungsamtes Chemnitz, die einige Kilometer mit uns mit radelten.
Nun war es an der Zeit, Chemnitz zu verlassen und weiter Richtung Osten zu ziehen, so dass wir nach einiger Zeit durch Wälder, an Flüssen entlang, bergauf, bergab in Falkenau, einem Ortsteil der Stadt Flöha ankamen. Eine ehemalige Bürgermeisterin mischte sich auf unserem Weg dorthin unauffällig in die Gruppe und kam so noch rechtzeitig mit uns am Kinderferiendorf, wo die nächste Rast stattfand, an. Nachdem wir sehr herzlich vom Ortsvorsteher Martin Müller in Empfang genommen worden waren, konnten wir uns noch ein bisschen stärken und hatten dabei alle Mühe, der dortigen Wespenplage an diesem schönen Ort halbwegs unbeschadet zu entkommen.
Die Stärkung war auch bitter nötig, da wir auf den restlichen Kilometern nach Freiberg, wie der Name schon sagt, noch ein paar Steigungen zu bewältigen hatten. Aber wir Regenbogenfahrer nahmen natürlich auch diese Herausforderung an und erklommen alsbald die Spitze dieses ca. 11%igen Berges.
Nach exakt 51 Kilometern erreichten wir alle, auch mit tatkräftiger Unterstützung unserer staatsempfangwürdigen Polizeibegleitung, bei der wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchten, unser heutiges Ziel Freiberg, wo wir den Abend zum Teil bei einer lustigen Bierstadtführung verbrachten, bei der wir allerhand interessantes über die Stadt und ihre Geschichte erfahren konnten.
Nun wünschen wir euch eine gute Nacht und freuen uns auf unsere morgige Etappe nach Dresden.
Es grüßen euch aus Freiberg
Eure Regenbogenfahrer

 

YouTube Preview Image

 

Tag 2 – 23.8.2015: Markkleeberg – Chemnitz

23. August 2015

Liebe Blogleser,
nach exakt 96, 375 radlastigen Kilometern sind wir heute in der Nischel-Stadt ( =Chemnitz ) angekommen. Die Temperaturschwankungen sind extrem. Bei gefühlten +5°C starteten wir heute Morgen nach einem luxuriösen Frühstücksbuffet ganz entspannt um 7:30 Uhr in unseren zweiten Tourtag, der uns von Markkleeberg über Bad Lausick, Wechselburg und Hartmannsdorf nach Chemnitz führte oder wie Tina sagen würde: nach C-Town.

_DSC0127
Gleich bei der ersten Rast in Bad Lausick wartete ein großes Freizeitbad auf uns, das wir trotz Einladung des Bürgermeisters Henry Heibutzki aus Zeit- und Organisationsgründen nicht besuchen durften.
Ab der Weiterfahrt nach Wechselburg waren die Temperaturen der Jahreszeit entsprechend. Dort wurden wir sehr herzlich von Pater Gabriel des ortsansässigen Benediktinerklosters sowie von Bürgermeisterin Renate Naumann begrüßt. Pater Gabriel lud uns in die romanische Basilika ein und ließ es sich nicht nehmen, uns in kurzweiliger Art sein Gotteshaus vorzustellen.
Während einige von uns in Wechselburg ihren Tacho versehentlich „reseteten“, lernte Philipp sein digitales Messinstrument heute etwas genauer kennen und ist erleichtert von nun an die aktuelle Zeit und den genauen Kilometerstand unterscheiden zu können.
Wer glaubte, dass es in Sachsen keine Berge gäbe, wurde spätestens auf dem nächsten Kilometerabschnitt eines besseren belehrt, da es von nun an stetig bergauf ging.
Belohnt wurden die Strapazen durch einen grandiosen Überraschungsauftritt der Schalmeienzunft Hartmannsdorf, wo unsere letzte Rast für heute stattfand.

_DSC0310
Die übrigen Kilometer nach Chemnitz absolvierten wir nicht nur unter spitzen Polizeibegleitung, sondern auch in Gesellschaft des Hartmannsdorfer Bürgermeisters Uwe Weinert, von internationalen Gästen der Diamantwerke, Familienangehörigen unser gebürtigen Chemnitzer Georg und Tina sowie zehn Tandemteams. Jedes Team bestand aus Pilot und Heizer. Das Besondere an ihnen ist, dass der Pilot ein fitter Radfahrer und der Heizer ebenfalls fit und sehbehindert oder blind ist.
Keiner verlässt Chemnitz ohne ein Foto am Nischel, also machten auch wir uns auf den Weg dorthin, um unsere Pflicht zu erfüllen. Im Anschluss ging´s auf direktem Weg zur Jugendherberge, von wo aus wir in die Event-Kantine chauffiert wurden. Neben leckerem Essen unterhielt uns Tinas Cousin mit seiner Band: The Porridges. Den gelungenen Abend richtete der Elternverein Chemnitz für uns aus.
Nachdem wir bis spät in die Nacht getanzt haben werden, fallen wir bestimmt totmüde in unsere Betten und freuen uns darauf, morgen ein wenig länger schlafen zu können.
Liebe Grüße aus C-Town von den Regenbogenfahrern!

YouTube Preview Image

Tag 1 – 22.8.2015 : Halle – Markkleeberg

22. August 2015

Liebe Blogleser,
nun ist es endlich soweit. Die 23. Regenbogenfahrt, deren Strecke uns im Laufe der Woche von Halle nach Berlin führen wird, hat begonnen. Wir haben heute unser erstes Etappenziel der diesjährigen Tour im Jahr 2015 erreicht und sind alle gesund und munter in Markkleeberg angekommen.
Nachdem wir es heute früh mit leerem Magen geschafft hatten, dank Rosi, unserem Tourfotographen, ein schönes Gruppenfoto vor der neuen Jugendherberge in Halle an der Saale, unserem diesjährigen Tourstartort, zu produzieren, ging es geschmeidige 4 km zur ersten Station: der Kinderklinik in Halle. Dort angekommen konnten wir erst einmal in Ruhe im Kinderplaneten frühstücken und einige von uns hatten im Anschluss die Möglichkeit, die Kinder und Jugendlichen, die aktuell dort behandelt werden, auf Station zu besuchen. Wer Interesse hatte, konnte in einer Führung durch Vertreter des Vereins zur Förderung krebskranker Kinder Halle e.V. die liebevoll eingerichteten Räume des Kinderplaneten bewundern.
Nach dem offiziellen Startschuss durch den Ruderolympiasieger Andreas Hajek ging es bei strahlendem Sonnenschein – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Petrus – einige Kilometer nach Ermlitz, wo wir von der Freiwilligen Feuerwehr und dem örtlichen Bürgermeister und Landtagsabgeordneten Patrick Wanzeck sehr herzlich empfangen wurden und ein bisschen verweilen konnten.
Über den Elsterradweg verließen wir Sachsen-Anhalt, das Land der Frühaufsteher und erreichten das wunderschöne Sachsen. Mit Sonderdurchfahrtsgenehmigung begleitete uns ein Polizist am Tote Hosen Konzert vorbei bis zur Kinderklinik Leipzig. Bereits in der Zielstraße zum Klinikum legten wir noch eine kurze Pause ein, da wir schon wieder zu schnell gefahren waren und unseren Zeitplan überholt hatten.
Sporttherapeut Markus Wulftange hieß uns in der Kinderonkologie willkommen und ging mit uns gemeinsam auf Station, wo wir mit den dortigen Patienten und ihren Eltern ins Gespräch kommen und schöne Momente miteinander verleben konnten. Gegen Ende des Besuches kamen alle Regenbogenfahrer dazu und wir gaben unser gemeinsames Lied zum Besten, das erneut auf eindrucksvolle Weise unsere Botschaft unterstrichen hat.
Abgesehen von einer kleinen Reifenpanne vergingen die letzten 11 von insgesamt 66 km nach Markkleeberg wie im Flug, wo wir unsere heutige Gastfahrergruppe aus dem Harz, Bernburg und Leipzig, allesamt Freunde von Nadja, verabschiedeten.
Wir ließen den Abend im Hotel bei einem leckeren Buffet gemütlich ausklingen, zu dem uns die Elterninitiative für krebskranke Kinder Leipzig e.V., vertreten durch Birgit Plöttner und Lisa, eingeladen hatte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür.
Jetzt ruhen wir uns aus und freuen uns auf eine sonnige Etappe nach Chemnitz.
Bis morgen!
Eure Blogger

 

YouTube Preview Image

Auf Wiedersehn und Danke

1. Oktober 2014

Auf Wiedersehn und Danke

Nun ist sie vorbei, die 22. Regenbogenfahrt 2014. In diesem letzten Blogbeitrag für dieses Jahr möchten wir nochmal allen Danke sagen, die zum Gelingen dieses einzigartigen Projektes in vielfältiger Art und Weise beigetragen haben:

Danke an Andi, Alex, Georg, Franz vom Team Strecke. Da dieses in diesem Jahr erstmalig durch Franz und Georg erweitert worden ist, richtet sich der Dank von Alex und Andi, die diese ehrenwerte Aufgabe schon einige Jahre innehaben, vor allem an Franz und Georg! Außerdem wurde das Team Strecke von Marco Schmidt (Schmidti), Corinna Fortunato (Cori), Jens Arbogast sowie Jörg Simons bei der Streckenplanung im Saarland und der Pfalz unterstützt. Bei der Streckenführung in Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg von Sonja, Johannes und Benny, die die Strecken abgefahren sind und Web Flo, der beratend zur Seite stand. Außerdem Lisa, die das Team beim Streckeabfahren begleitet hat sowie Flocke, der hier bereits eine Probe als Begleitfahrer bekam. Und last but not least Sven Kortum von der Kinderkrebsstiftung, mit dem gemeinsam die Strecke geplant wurde.

Ihr habt wahnsinnig viel Zeit investiert, um die ganze Strecke im Vorfeld abzufahren, um die für uns optimalsten Wege herauszufinden und die Zeitpläne exakt abzustimmen und nicht zuletzt uns während der Tour sicher von Etappenziel zu Etappenziel zu geleiten. Ohne euch wären wir verloren. Ihr seid spitze!

Danke auch an die Polizisten auf Motorrädern, in Autos und auf Fahrrädern, dass ihr uns begleitet habt, die Straßen für uns abgesperrt habt, damit wir sicher von A nach B kommen konnten. Ihr macht einen für uns sehr sehr wichtigen Job!

Ein herzliches Dankeschön auch unsere lieben Begleitbusfahrer, die eine sehr wertvolle Aufgabe innehaben. An Flocke und Rue, die tagein tagaus frühmorgens unser Gepäck in den Bus geschichtet hatten und abends als wir an der Unterkunft angekommen sind, schon ausgepackt hatten, bevor wir da waren. Danke fürs punktuelle Straßeabsperren an Stellen, wo wir keine Polizeibegleitung hatten und großer Verkehr war. Danke an Stefan fürs Befördern von Müsliriegeln, Wasser und Co. Wir konnten jeden Tag zu dir kommen, um unsere Trinkflaschen aufzufüllen und uns einen Riegel als Stärkung für den nächsten Berg abzuholen. Danke an Johannes fürs Begleiten und Bildermachen. Danke an Matze incl. Radanhänger, der müde, kranke und von Pannen geplagte Radfahrer samt Rad aufnahm, von jedem noch so entlegensten Winkel abholte und kaputte Schläuche und Bremsen gegen Neue austauschte.

Danke an Rosi (Finanzminister und Fotograph in einer Person), der wirklich tolle Bilder von uns machte, das Gruppenbild in Windeseile bearbeitete und ausdruckte, damit es schon in Homburg beim 1. Klinikbesuch überreicht werden konnte. Auf der Strecke suchte er sich immer wieder schöne Hintergrundmotive aus, um uns beim Fahren zu fotographieren. Vielen Dank für deinen großartigen Einsatz!

Vielen lieben Dank an Flo und Patrick, die in mühevoller Kleinarbeit die einzelnen Tourtage kompakt auf einlaminierten Kärtchen zusammengefasst haben. So konnte jeder jederzeit auf den in jede Trikottaschen passenden Infokärtchen nachzuschauen, was als nächstes anstand und wie viele Kilometer wann und wo gefahren werden dürfen.

Astrid und Andrea, unseren Pressefrauen, gebührt Dank dafür, dass sie sich allen Fragen, die Journalisten nur so stellen können, stellten, sich von Film, Funk und Fernsehen interviewen ließen und unsere Repräsentantinnen in der Öffentlichkeit sind. Und das zum Großteil dann, während sich der Rest der Truppe aufs Buffet stürzte. Danke an euch! An dieser Stelle nochmals danke an Astrid für die Blogvideos, die einzigartige Tourmomente mit ihrer Allwetterkamera einfing und daraus in mühevoller Kleinarbeit für jeden Tag ein Filmchen schnitt, sodass für eine tägliche Medienpräsenz gesorgt wurde. Danke auch an alle Kamerakinder des Tages, die in eindrucksvollen Worten das aktuelle Geschehen schilderten.

Herzlicher Dank gebührt auch Tina und Lisa, die sich so gut um die Organisation der Klinikbesuche gekümmert haben, im Vorfeld abgeklärt haben, welche Kinder auf Station sind und wer von uns am besten zu wem geht. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl und Arbeit. Ihr habt das so super gemacht! An Tina ein besonderer Dank für das Basteln der vielen Mutperlen, die die Kinder auf Station hoffentlich noch lange an unseren Besuch erinnern lassen. Sowie an Sonja, die sich mit viel Herzblut um die Probe, Präsentation und Choreographie unseres Regenbogenfahrtliedes gekümmert hat. Vielen lieben Dank an euch alle!

Hanna und Georg, unsere Quartiermeister, die sich darum gekümmert haben, dass jeder seinen Schlüssel, sein Zimmer und sein Bett hatte. Ihr habt versucht, jeden Zimmerwunsch soweit es geht zu erfüllen und euch so viele Gedanken gemacht, wen ihr am besten wohin steckt. Danke für euren wichtigen Einsatz!

Danke an die unzähligen Bürgermeister bzw. Stadtvertreter, die uns so herzlich empfangen haben und uns immer Getränke und Essen als Stärkung hingestellt hatten. Das ist nicht selbstverständlich und verdient besonderen Dank!

Es war uns eine Freude, 7 Kliniken sowie die Rehaeinrichtungen Tannheim und Katharinenhöhe zu besuchen. Wir sind überall mit so viel Liebe und Freude empfangen worden und hatten unglaublich schöne Begegnungen mit den Kindern, Jugendlichen und auch den Eltern auf Station. Liebe Klinikmitarbeiter, danke, dass ihr dies alles möglich gemacht habt und uns so liebevoll empfangen habt!

An dieser Stelle auch ein ganz ganz großer Dank an alle Elternvereine, die uns so herzlich aufgenommen haben und sich viele Gedanken bei der Abendgestaltung gemacht haben. Erwähnenswert ist hierbei z.B. der schwäbische Abend in Stuttgart.

Danke an Steffi und Rebecca für die Organisation der Ausstattung, fürs Austeilen der Trikots, T-Shirts u.ä. am Anreisetag und das Einsammeln am letzten Tag. Verbunden mit einem großen Dank an Steffi für die Organisation des Abschlussabends in Freiburg und gleichzeitig Dank an DJ Atti, die uns mit einem bunten Mix von Hits aus vielen Jahrzehnten Musikgeschichte begeisterte. Dank euch konnten wir alle zusammen bis spät in die Nacht das Ende der Tour feiern. Das war echt toll!

Danke an alle Elternverein- und Klinikpaten, die im Vorfeld den Kontakt zu den Kliniken und Vereinen hergestellt hatten und alles Wichtige abgesprochen haben. Folgende MitfahrerInnen haben sich um die einzelnen Standorte gekümmert: Für Saarbrücken und Kaiserslautern: Alex, für Homburg: Jelena und Sabine (Sabine bei der Gelegenheit wünschen wir dir ganz viel Kraft und du sollst wissen, dass wir alle in Gedanken bei ihr sind), für Mannheim: Rebecca und Benny, für Heidelberg: Sonja und Markus Ackermann, für Karlsruhe: Nicola und Web Flo, für Stuttgart: Lisa und Manuela, für Tübingen: Resi und Knöller, für Tannheim: Eva und Patrizia für die Katha: Carmen, Hansi und Michi Rossdal und für Freiburg: Andrea und Johannes Z. . Ein großes Merci an euch alle!

Danke an Florian für den Tracker, der immer besser funktioniert und durch den die ganze Welt verfolgen konnte, wo wir uns gerade befanden.

Dank an die letzten Männer Franz und Johannes, die uns in mancher beschissenen Situation den Rücken freihielten und ein großes Dankeschön Ersthelfer Johannes, der gottseidank nur selten zum Einsatz schreiten musste.

Danke an alle die geschoben haben, besonders aber Markus der gefühlt schon beidhändig geschoben hat, sowie allen die als Sperrer und Sperrerin aktiv waren.

Nicht zuletzt möchten wir uns bei unseren Sponsoren bedanken: bei der Firma Schwalbe (an dieser Stelle ein ganz großer Dank an Jakob Dirksen als personelle Unterstützung für das Reifenaufziehen und Prüfen der Räder am Anreisetag in Saarbrücken), bei der Barmer GEK, Ortlieb und DB Bahn. Außerdem bei folgenden Unterstützern: Ulrich Fillies als Vertreter der gemeinnützigen Gesellschaft “AKTIONfahrRAD”, Bayern München Fanclub Red-White-Glammhogga, Buchhandlung Siebenmorgen aus Refrath, NKS Autovermietung Dresden, Firma Playmobil und Porsche AG für das Zurverfügungstellen von Sachmitteln zum Gelingen der Tour und Geschenken für die Kinder und Jugendlichen.

Herausragender Dank geht an die Sparkasse Saarbrücken für den Empfang und die Begleitung am ersten Tag, sowie die Playmobilspendenaktion. Hierbei möchten wir besonders Sven Hüther und Thomas Wüschner von der Sparkasse für die Organisation bzw. den Aufbau des Diorama mit Playmobilfiguren hervorheben.

Danke für die Übernahme der Schirmherrschaft an die Ministerpräsidentinnen Malu Dreyer und Annegret Kramp-Karrenbauer und dem Ministerpräsident Winfried Kretschmann, sowie dem Saarländischen Finanzminister Stephan Toscani für den offiziellen Startschuss in Homburg.

Und wer natürlich hier nicht fehlen darf, ist die Deutsche Kinderkrebsstiftung als Veranstalter und Träger der Aktion und dem zur Verfügung stellen der finanziellen Mittel und der Manpower für die Organisation. Ein ganz ganz herzliches Dankeschön geht hierbei an Elke Frackenpohl, Sven Kortum, Klaus Riddering und Jens Kort!

Nun ist sie vorbei, die 22. Regenbogenfahrt, von Saarbrücken nach Freiburg… Unser Weg führte uns durch 3 Bundesländer, in 7 Kliniken und 2 Rehakliniken. Wir haben unzählige Kinder, Jugendliche und Eltern besucht, viele intensive Gespräche geführt, emotionale Momente erlebt, Freude und Tränen geteilt. Dieses unglaublich starke Gemeinschaftsgefühl und die Einstellung, nie aufzugeben, hat uns Berge überwinden lassen, von denen ein Großteil davor nicht gewusst hatte, dass sie existieren. In den Beinen stecken uns gut 600km und etliche Höhenmeter, wir haben den Schwarzwald erklommen und sind ihn wieder hinuntergerollt. Nun kommen wir langsam wieder im Alltag an, jeder für sich persönlich. Die Tour ist vorbei, aber das Gefühl wird bleiben, die Freude und die Dankbarkeit, Teil dieser einzigartigen Gemeinschaft sein zu dürfen.

In diesem Sinne, bleibt uns treu! Bis zum nächsten Jahr!

Eure Regenbogenfahrerinnen und Regenbogenfahrer

Tag 8 — 29. August 2014: Katharinenhöhe – Freiburg

4. September 2014

Hallo ihr lieben Blogleserinnen und Blogleser,

heute grüßen wir euch ein letztes Mal von der diesjährigen Regenbogenfahrt, denn wir haben heute nicht nur ein Etappenziel, sondern auch unser Endziel erreicht: Freiburg! Hinter uns liegen an die 600km und ca. 5400 Höhenmeter, also eine stolze Leistung. Aber nun wollen wir euch erstmal von unserem Tag berichten.

In der Turnhalle auf der Katharinenhöhe, wo ein Großteil übernachtet hatte, herrschte schon früh geschäftiges Treiben, es wurde gepackt, geduscht, gelacht bis schließlich das Frühstück im Speisesaal der Jugendlichen und Familien eingenommen werden konnte. Was uns besonders freute war, dass einige der Kinder und Jugendlichen, die wir tags zuvor kennenlernen durften, extra früher aufstanden, um uns nochmal zu sehen. Und man bedenke, dass es Samstagmorgen war und somit die Möglichkeit bestanden hätte, auszuschlafen.

Gut gestärkt holten wir schließlich unsere Räder aus der Tiefgarage, verluden unser Gepäck bei Rue im Bus, waren bereit zu starten und drehten noch eine kleine Ehrenrunde, damit ein schönes Foto geschossen werden konnte. An dieser Stelle möchten wir noch ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiter der „Katha“ aussprechen, die unseren Aufenthalt sehr angenehm gestaltet hatten, danke für die schöne Fahrraddeko und Hinweisschilder im ganzen Haus und für alles andere. Wir kommen gerne mal wieder.

Den Berg mit den besagten 20% Steigung, den wir am Vortag erklommen hatten, durften wir nun wieder hinunterfahren. Vielen von uns wurde erst da bewusst, wie steil dieser eigentlich gewesen war. Umso froher waren wir, ihn nicht nochmal hinaufradeln zu müssen. Wer dachte, von der Katharinenhöhe nach Freiburg geht es nur noch bergab, sollte sich gewaltig geirrt haben. Bevor wir ins Breisgau rollen konnten, gab es noch mal einen kurzen oder auch ein wenig längeren Anstieg zu bewältigen. Da der Umfang unserer Wadeln sich inzwischen erhöht hatte, war auch das kein Problem für uns und wir kamen alle gut oben an, bis auf Hansi, dessen Hinterreifen schon zum 2. Mal auf dieser Tour die Luft ausging. Dieser Berg sollte nun wirklich der letzte der diesjährigen Regenbogenfahrt gewesen sein und das war er auch.

Doch auch bergabfahren kann anstrengend sein. Die nächsten paar Kilometer ging es stetig runter, da wir aber quer durch den Schwarzwald auf Waldwegen hinab fuhren, wurden zur Abwechslung unsere sich in den Händen und Armen befindlichen Muskeln und Gelenke etwas stärker als sonst beansprucht. Soll heißen, die Bremsen waren ständig gedrückt. So konnte aus manchen Mündern vernommen werden, dass sie lieber nochmal bergauf gefahren wären.

Doch da alles bekanntlich ein Ende hat, waren wir irgendwann unten angekommen und konnten auf schönen asphaltierten Straßen weiter nach Waldkirch fahren. Dort fand unser letzter Bürgermeisterempfang in diesem Jahr statt. Manche Teilnehmer erinnerten sich noch an die Begegnung vor 6 Jahren, als die Regenbogenfahrt zuletzt in dieser schönen Stadt zu Gast war. Nach dem vielen Gebremse konnten wir uns bei belegten Broten und Getränken ein wenig entspannen, bevor wir unseren Weg nach Freiburg fortsetzten. Ab Waldkirch begleiten uns einHämatologe … zusammen mit seinem Sohn bis Denzlingen sowie zwei Ringer aus Freiburg.

Außerdem waren Hanna und Kerstin von den Fighting Spirits aus Düsseldorf, einer Band bestehend aus (ehemaligen) Patienten, am Freitag extra zur Katharinenhöhe gereist, um den letzten Tourtag mit uns zu verbringen. Ihr habt euch gut geschlagen und wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Doch die bereits erwähnten waren nicht die einzigen Gastfahrer an diesem Tag. Dominik, der bereits vor einem Jahr ein Stück dabei war und Iris begleiteten uns ebenfalls. Dankeschön auch an euch!

Die letzten 18km nach Freiburg konnten wir bei strahlendem Sonnenschein genießen. Nach dem vielen Regen zu Beginn der Tour meinte es der Wettergott gegen Ende doch noch gut mit uns. Der Spruch, wenn Engel reisen, stimmt also doch noch.

In Freiburg erwarteten uns an der Kinderklinik viele viele Menschen, Mitarbeiter der Klinik, der örtliche Elternverein, viele Kinder, Jugendliche und Eltern. Auch Alex, Rebecca und Sven, die uns leider schon ein paar Tage vorher verlassen hatten, stießen hier wieder zu uns, um das Ende der Tour mit uns zu feiern. Darüber freuten wir uns sehr!

Nach einer guten Stärkung in Form eines warmen Mittagessens nutzen einige die Möglichkeit für eine kurze Zeit nochmal Kind zu sein und sich auf der Hüpfburg, die … (Name) vom Spielmobil in Freiburg extra für uns aufgebaut hatte, so richtig auszutoben. Gemeinsam mit den Kindern hüpften wir um die Wette, sodass man es uns nicht ansah, welche Strapazen hinter uns lagen.

Danach ging´s für etwa die Hälfte uns auf die Station, wo wir die vielen Kinder und Jugendlichen, die sich derzeit dort befanden, besuchten, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und unsere Botschaft weiter zu tragen. Diese freuten sich sehr darüber, dass wir da waren und lauschten gerührt unserem Gesang, als wir alle unser Lied „Gemeinsam unter dem Regenbogen“ noch einmal sangen.

Dann hieß es Abschied nehmen und wir schwangen uns ein letztes Mal gemeinsam auf unsere Räder und begaben uns auf die letzten paar Kilometer zur Jugendherberge. Dort erwarteten uns schon unsere Begleitfahrer, die uns eine ordentliche Sektdusche verpassten. Da blieb kein Trikot mehr trocken. Gemeinsam stießen wir auf die vergangene Woche an und beglückwünschten uns gegenseitig zu dieser großartigen Leistung.

Pünktlich um halb 7 schlenderten wir gemeinsam zur Gaststätte Waldsee, wo wir vorzüglich verköstigt wurden und einige mit dem Tretboot ein paar Runden auf dem Waldsee drehen konnten. Herr Kort, Geschäftsführer der Deutschen Kinderkrebsstiftung war extra nach Freiburg gekommen, um uns zu begrüßen und ein paar Worte zu sprechen. Es folgte eine lange Ansprache von Andi, in der er die vergangene Woche noch einmal Revue passieren ließ und all denjenigen dankte, die während der Tour und auch im Vorfeld die verschiedensten Aufgaben übernommen hatten. Denn nur so kann dieses einzigartige Projekt gelingen.

Danach war feiern und tanzen bis in die frühen Morgenstunden angesagt. Für Stimmung sorgte Astrid, seit heute auch als DJ Atti bekannt, mit über 150 Songs von den 50ern bis zu den aktuellen Charts von heute. Das war ein wirklich grandioser Abschlussabend der Regenbogenfahrt 2014!

Wir grüßen auch aus dem wunderbaren Freiburg im Breisgau!

Eure RegengebogenfahrerInnen